Guilty Pleasures: Teil 3

Jede Reihe braucht mindestens eine Trilogie, so auch die Guilty Pleasures des Operators. Das sind Filme, die zwar schlecht sind, die der Operator aber dennoch extrem unterhaltsam findet. Und da der Operator ein Herz für Trash hat, folgt hier nun mit Teil 3 der glorreiche Abschluss dieser Reihe. Aber wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann doch noch ein Reboot, Prequel oder einfach eine zweite Trilogie. Nur die Zeit wird es uns verraten können, Baby!

Für alle, die erst einmal ihr Wissen auffrischen wollen, hier gibt es die ersten beiden Teile:

Godzilla (1998)

Der erste Ausflug der mutierten Riesenechse nach Hollywood sorgte für mächtig Ärger unter Fans: Godzilla sieht nicht aus wie Godzilla, Godzilla hat keinen radioaktiven Atem, Godzilla ist weiblich, die Baby-Godzillas sind übergewichtige Velociraptoren… Die Liste kann quasi endlos fortgesetzt werden. Doch auch wenn Godzilla aus dem Jahr 1998 nicht zu den filmischen Glanzleistungen gehört, die Witze aufgesetzt wirken und die Schauspieler oftmals hölzern spielen: Wer einfach nur einen Film sehen will, in dem eine Riesenechse New York in Schutt und Asche legt, der ist bei Roland Emmerichs Blockbuster-Interpretation genau richtig. Also vergesst alles, was an dem Film schlecht ist und erfreut euch einfach an zwei Stunden sinnloser Zerstörung mit atemberaubenden Effekten. Zumindest damals. Heute sehen die nicht mehr so gut aus. Ehrlich, Jurassic Park aus dem Jahr 1993 hat sich besser gehalten. Aber hey, nennen wir es einfach „Nostalgie“.

Movie 43

Hier handelt es sich um verschiedene Comedy-Clips, die durch eine Rahmenhandlung zusammengehalten werden. Allerdings auch nur ganz lose und obendrauf ist die Meta-Geschichte in der internationalen Fassung gänzlich anders als in den USA. Bonus-Tipp vom Operator: Wer die Blu-ray aus UK bestellt, erhält nicht nur den Extended Cut der internationalen Fassung, zusätzlich ist auch noch die US-Fassung mit auf der Scheibe. Wer auf unterirdisch schlechte Witze, dreckigen und politisch definitiv nicht korrekten Humor steht, der wird an Movie 43 einen Riesenspaß haben. Außerdem bekommt man hier zum vielleicht letzten Mal den pummeligen Chris Pratt zu sehen, der obendrauf auch noch lustiger war, bevor er zum Action-Superstar mit Sixpack mutiert ist. Andy Dwyer, wir werden dich vermissen!

Lockout

„Die Hard im Weltall“. Bäm! Mehr muss man nicht schreiben, um Lockout in wenigen Worten zusammenzufassen. Der Film ist nach einer Idee von Luc Besson entstanden und wurde nicht von einem Regisseur gedreht, nein, es gab gleich zwei. Die Hauptrolle übernimmt Guy Pearce, der charismatisch wie eh und je ist und einen lässigen Spruch nach dem anderen von seinen Lippen lässt. Die Damsel in Distress wird von Maggie Grace gespielt, die viele noch aus LOST und noch mehr Menschen aus der Taken-Trilogie kennen dürften. Mit einer Gesamtspielzeit von 95 Minuten (inklusive Abspann) hat der Film genau die richtige Länge, denn länger hätte der Sci-Fi-Streifen über einen Gefängniseinbruch im Weltall, der später zu einem Gefängnisausbruch wird, auch nicht gehen dürfen.

Independence Day

Und noch einmal Roland Emmerich: Independence Day ist in der Tat einer der Lieblings-Filme des Operators und das hat gleich mehrere Gründe: Zum einen wäre da der grandiose Jeff Goldblum, von dem man einfach nie genug kriegen kann, zum anderen hat der Film hausgemachte Effekte mit vielen Miniaturen und praktischen Tricks. Das hat zur Folge, dass ID4 selbst heute immer noch frisch aussieht und erstaunlich gut gealtert ist. Doch die wichtigste Zutat kommt zum Schluss (na gut, eigentlich sind es zwei wichtige Zutaten): Aliens und die imposante Massenzerstörung von Großstädten auf der ganzen Welt. Und doch ist es wieder mal ein einziges Land, das der ganzen Welt den Arsch rettet: Amerika. Fuck yeah!

Machete

Was als Fake-Trailer zu Grindhouse anfing, wurde aufgrund sehr großer Fan-Nachfrage zu einem eigenen Film: Danny Trejo ist wie geschaffen für die Rolle des Machete, der sich in diesem Rachefilm im B-Movie-Gewand durch fiese Gangster und korrupte Politiker schnetzelt und schießt. Zwischen der Action gibt es dann natürlich noch eine wohlverdiente Auszeit mit heißen Bräuten.

Eine Liebeserklärung an Groundhog Day

Am 02. Februar ist Groundhog Day und auch in diesem Jahr wird der Operator wieder den gleichnamigen Film mit Bill Murray schauen. Nicht etwa nur aus Tradition heraus, sondern auch, weil Groundhog Day ein sehr guter Film ist, den jeder in seinem Leben mindestens 50 Mal (MINDESTENS!) gesehen haben sollte. Und hier sind die Gründe dafür:

  1. Bill Murray: Eigentlich ist damit schon alles gesagt, da Bill Murray eine Bereicherung für jeden Film ist (passend hierzu auch des Operators Ode an Lost In Translation), doch wie er hier den Wandel vom narzisstischen Ekel zum Philanthrop vollführt, ist einfach richtig facettenreich.
  2. Die Moral: Sicher, an erster Stelle ist „Groundhog Day“ eine verdammt lustige Komödie, aber es gibt auch eine Moral, die von ganzem Herzen kommt: Wenn du etwas wirklich willst, dann musst du auch etwas dafür tun und hart dafür kämpfen. Okay, im Fall von Phil sind das knapp 10 Jahre (33 Jahre und 350 Tage, um ganz genau zu sein, aber hier gehen die Meinungen auch auseinander), aber dafür hat es sich auch gelohnt. Vor allem deshalb, weil Phil in dieser Zeit auch nicht wirklich altert, da es eigentlich nur ein Tag ist…
  3. Die Schauspieler: Nicht nur Bill Murray brilliert in seiner Rolle, die restliche Besetzung ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern: Egal ob Andie MacDowell als Murrays Schwarm, Chris Elliott als Arbeitskollege, Stephen Tobolowsky als Ned oder Brian Doyle-Murray als Bürgermeister Buster: Kein Charakter ist überflüssig, sondern wichtig für die Geschichte. Und wenn Phil zum x-ten Mal verzweifelt versucht, den Obdachlosen (Les Podewell) vor dem natürlichen Tod zu retten, dann rinnt dem Operator selbst heute immer noch eine Träne über das Gesicht.
  4. Punxsutawney: Die verschlafene Kleinstadt in Pennsylvania ist Sinnbild für die Geborgenheit und Ruhe, nach der sich jeder sehnt. Einfach mal einen Gang herunterschalten und das Leben einfach mal Leben sein lassen, Was wie ein schlechter Spruch aus einem Reisekatalog klingt, wird in der Stadt des Murmeltiers Realität.
  5. Harold Ramis: Zu guter Letzt muss natürlich auch noch Autor und Regisseur Harold Ramis erwähnt werden, der danach leider nie wieder einen so guten Streifen gemacht hat. Allerdings ist dieser Film auch schwer zu toppen und somit ist Groundhog Day nicht nur der beste Film seiner Karriere als Regisseur, gleichzeitig ist er auch sein Vermächtnis, da Ramis leider am 24. Februar 2014 im Alter von 69 Jahren gestorben ist.

Trailer

Für alle, die den Film tatsächlich noch nie gesehen haben: Schämen, Film bei Amazon bestellen (am besten aus UK, da dort das Cover ansprechender ist und man auch den Original-Titel auf der Hülle stehen hat und nicht etwa „Und täglich grüßt das Murmeltier“) und während man auf die Lieferung wartet, diesen Trailer anschauen. 50 Mal. Mindestens:

Diese Horrorfilme schaut der Operator an Halloween 2015

Halloween steht vor der Tür und wie fast jedes Jahr veranstaltet der Operator auch dieses Mal einen kleinen Horrorfilmabend. Das bedeutet im Klartext ganz viel Club-Mate, Cola, Pizza, Nachos, Chips, Lakritz und natürlich… Horrorfilme!

Dieses Jahr will der Operator Filme aus drei verschiedenen Kategorien schauen:

  1. Horror-Klassiker
  2. Splatter
  3. Moderner „Old-School“-Film

Wie immer fiel die Wahl nicht leicht, aber der Operator hat nun seine endgültige Liste an Filmen, die er dieses Jahr anlässlich Halloween sehen will:

Horror-Klassiker: Halloween (1978)

Eigentlich ja langweilig und sehr vorhersehbar, „Halloween“ an Halloween anzuschauen, aber es ist nun schon einige Jahre her, dass der Operator das letzte Mal „Halloweeen“ gesehen hat und welcher Anlass wäre da passender, als Halloween? Richtig, der Operator wusste auch keine bessere Antwort und so fiel die Wahl für den Horror-Klassiker auf „Halloween“ von John Carpenter.

Wer den Film nicht kennt, darum geht es: Michael Myers bricht aus einer psychiatrischen Anstalt aus und kehrt zurück nach Haddonfield, seinem Geburtsort. Dort schnappt er sich sich ein Küchenmesser, eine alte Captain-Kirk-Maske und bringt jeden um, der ihm in die Quere kommt.

Der Film von John Carpenter ist ein atmosphärisches und beklemmendes Werk, das ganze Generationen von Slasher-Filmen geprägt und inspiriert hat.

Splatter: Evil Dead (2013)

Das Original kennt der Operator quasi in- und auswendig, außerdem ist das Remake noch mal eine ganze Ecke blutiger.

Die Handlung ist schnell erzählt: Mia trifft sich mit ein paar Freunden in einer Hütte im Wald, um ein für allemal von Drogen loszukommen und einen kalten Entzug zu machen. Als dann zufällig im Keller verschiedene bizarre Dinge und ein in Stacheldraht verpacktes Buch gefunden wird, geraten die Dinge langsam außer Kontrolle: Trotz mehrerer Warnungen und Hinweise, nicht aus dem jüngst gefundenen Buch vorzulesen, tut Lehrer Eric genau das: Er liest mehrere Textpassagen aus dem Schmöker, der auch als Necronomicon Ex-Mortis und Naturom Demonto bekannt ist, und schwört damit das Böse herauf.

„Evil Dead“ hat alles, was ein guter Splatter-Film braucht: Hausgemachte Effekte und jede Menge Kunstblut! Kurzum: Wer auf Splatter und Gore steht, darf „Evil Dead“ nicht verpassen!

„Old School“: The Conjuring (2013)

2013 war ein gutes Jahr für Horror-Fans, denn neben dem oben genannten „Evil Dead“ erschien auch noch „The Conjuring“: Im Laufe der Jahre haben sich die Sehgewohnheiten (und -stärken, aber das ist ein anderes Thema) des Operators in Sachen Horrorfilme geändert und inzwischen steht er viel mehr auf solche Filme, die gruselig sind. Blut und Eingeweide hat der Operator schließlich schon häufig genug gesehen.

Bei „The Conjuring“ war der Operator anfangs skeptisch, doch seine Skepsis soll unbegründet sein, wie sich nach Sichtung des Films herausstellte: Das Ehepaar Lorraine und Ed Warren untersucht paranormale Ereignisse und wird häufig konsultiert, wenn dunkle Mächte ihr Unwesen treiben. So auch im Fall der Familie Perron, die seit einiger Zeit unheimliche Phänomene in ihrem Haus beobachtet.

„The Conjuring“ ist ein Horrorfilm, der ganz im alten Stil gedreht wurde und auf ein gruseliges Ambiente, Schockmomente und psychischen Horror setzt. Hier wird niemand auf brutale Art abgeschlachtet, stattdessen trieft der Film nur so vor einer unheimlichen Atmosphäre. Sehr sehenswert!

Alternativen

Der Operator ist häufig unentschlossen und manchmal kommt es auch vor, dass er ganz spontan keine Lust auf einen bestimmten Film hat. Doch auch darauf ist er vorbereitet, sozusagen präpariert. Hier daher noch eine illustre Auswahl an Horrorfilmen, die er sich anschauen kann, sollte er auf die obigen drei Filme wider Erwarten doch keine Lust haben. Oder aber es passiert, dass der Operator noch Lust auf weitere Filme hat, nachdem er die drei erstgenannten Streifen angeschaut hat. Alles kann, nichts muss, hier daher noch einige Alternativen, diesmal ganz unkommentiert:

  • Scream (1996)
  • Sinister (2012)
  • House Of 1000 Corpses (2003)
  • 1408 (2007)
  • A Nightmare On Elm Street (1984)
  • Drag Me To Hell (2009)
  • The Thing (1982)
  • Let Me In (2010)

Mit dieser Liste sollte der Operator für Halloween 2015 auf jeden Fall bestens gerüstet sein. Die Vorfreude steigt!

Guilty Pleasures: Teil 2

Manche Filme sind so schlecht, dass sie schon gleich wieder unterhaltsam sind. Und so hat auch der Operator seine Guilty Pleasures, also schlechte Filme, die ihn aber dennoch verdammt gut unterhalten. Anfang 2015 hat er euch bereits seine fünf Favoriten vorgestellt, nun gibt es frischen Nachschub: Vorhang auf für Runde 2!

The Blob

Was ist fett, rot und hat immer Hunger? Nein, die Antwort lautet diesmal nicht „Deine Mudda“, sondern Der Blob. Dieser außerirdische Wackelpudding aus dem All wird größer, je mehr er isst. Also so, wie deine Mudda… Okay, lassen wir das. The Blob aus dem Jahr 1988 ist ein Remake des gleichnamigen Films aus dem Jahr 1958 und 2016 soll es ein weiteres Remake geben, quasi das Remake zum Remake. Doch was macht den Film nun zum Guilty Pleasure des Operators? Zum einen wären da die Schauspieler, dies es zwar gut meinen, ihren Job aber zumindest in diesem Film verfehlt haben. In Kombination mit irrsinnigen Dialogen und aberwitzigen Splatter-Szenen wird dem Zuschauer schon nach wenigen Minuten ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. So wie Deiner Mudda, nachdem sie… Okay, lassen wir das!

The Fast & The Furious

Was Transformers mit Robotern ist, ist die „Fast & Furious“-Reihe mit Autos: Zwar gibt es deutlich weniger Explosionen als bei Michael Bays Materialschlacht, dafür ist die Handlung der einzelnen Teile aber mindestens ebenso dünn, aber auch deutlich unterhaltsamer, solange man sein Gehirn vor dem Filmgenuss auf Pause stellt. Was als Film über illegale Straßen-Rennen anfing, ist inzwischen zu einer Reihe aus Auto-Gangster-Filmen transformiert (seht ihr, was hier gemacht wurde?) und seit dem fünften Teil gibt es mit Dwayne „The Rock“ Johnson den mitunter charismatischsten aller Muskelmänner gleich obendrauf.

Commando

Kein Film hat so derart viele kultige One-Liner wie diese Action-Perle mit Arnold Schwarzenegger. Darum geht es: Als Black Ops Commando im Ruhestand will John Matrix (ja, richtig gelesen!) eigentlich nur mit seiner Tochter Jenny das friedliche Leben in den Wäldern genießen, doch als Jenny entführt wird, muss sich Matrix ein letztes Mal die bösen Buben und vor allem seinen ehemaligen Kollegen und nun Erzfeind Bennet vorknöpfen. Der perfekte Film, um mal etwas Dampf abzulassen.

Resident Evil

Jetzt ist es raus: Der Operator findet die gleichnamige Reihe zur Videospiel-Serie unterhaltsam. Aber – und das muss hier noch mal mit aller Deutlichkeit gesagt werden – nicht gut! Der Operator hat jedoch ein viel zu großes Herz für Zombies, um die „Resident Evil“-Filme einfach links liegen zu lassen. Waren die ersten drei Teile durchaus noch ganz akzeptabel, wurde es spätestens seit dem vierten Teil richtig absurd. Mit dem sechsten und letzten Teil, der 2016 ins Kino kommen soll, ist aber vorerst Schluss, zumindest mit Milla Jovovich & Co. – ob wir danach eine anspruchsvollere Verfilmung zu Gesicht bekommen werden, steht noch in den Sternen.

Howard The Duck

Erinnert sich noch wer an die Zeit, als es schlechte Marvel-Filme gab? Der Operator mit seinem Elefanten-Gedächtnis tut das sehr wohl und genau aus dieser Zeit stammt Howard The Duck, ein Film über eine Ente, die im Pendant zu Entenhausen lebt und durch einen Unfall auf der Erde landet. Dort muss Howard viele Abenteuer bestehen und obendrauf gibt es auch noch eine interrassische Liebes-Szene zwischen Ente und Mensch. Sexy!

Jurassic World: Der Park ist eröffnet!

Als der Operator an Silvester 1994 zum ersten Mal Jurassic Park auf VHS gesehen hat, kam er aus dem Staunen nicht mehr raus. Echte Dinosaurier in einem revolutionären Film, der für damalige Verhältnisse perfekt inszeniert wurde. Und selbst heute, 22 Jahre nach dem ersten Teil, kann sich Jurassic Park immer noch sehen lassen und bis auf ein paar wenige Szenen wirken die CGI-Dinos immer noch realistisch. Die Fortsetzung The Lost World: Jurassic Park hat der Operator dann 1997 im Kino gesehen und auch die findet er gut, auch wenn er damit wohl ziemlich alleine steht. Teil 3 war jedoch ein Desaster und obwohl Jurassic Park 4 bereits 2005 erscheinen sollte, sorgten Schwierigkeiten und Unzufriedenheiten mit dem Drehbuch immer wieder dazu, dass sich das Dino-Spektakel verzögert hat. Und zwar um ganze 10 Jahre.

Jurassic World

 

Da ist er also nun, der neueste Teil der Dinosaurier-Reihe. Statt Jurassic Park: Extinction – so der ursprüngliche Arbeitstitel von Jurassic Park 4 – heißt der neueste Ableger der Dino-Saga schlicht Jurassic World und erstmals in der Geschichte der Jurassic-Park-Filmreihe sehen wir den Park in Aktion, inklusive Steakhouse, Bar und Dino-Streichelzoo für die Kleinen. Die Handlung des Films ist schnell zusammengefasst, aber das war sie auch schon beim allerersten Jurassic Park. Darum geht es also: Der Park ist seit 2005 eröffnet und um gegen sinkende Besucherzahlen anzukämpfen, haben sich die Park-Betreiber etwas ganz Besonderes in Form einer neuen Attraktion einfallen lassen: Indominus Rex. Dabei handelt es sich um einen im Labor gezüchteten Dinosaurier-Hybriden, der unter anderem aus der DNA von T-Rex, Velociraptor und Tintenfisch gezüchtet wurde. Indominus Rex bedeutet so viel wie „erbitterter/ungezähmter König“ und optisch erinnert der komplett weiße Dino noch am ehesten an einen übergroßen Tyrannosaurus Rex mit langen Armen. Jedenfalls soll eben dieser Indominus Rex für neue Besucherrekorde sorgen, doch natürlich geht etwas schief und der Dino kann sich aus seinem Stahl- und Beton-Gefängnis befreien und sorgt für Panik, Terror und viel Schaden.

Jurassic Park ist ähnlich zusammengefasst und bei der Rahmenhandlung gleichen sich beide Filme durchaus: Millionär klont Dinos, baut einen Park, etwas geht schief, Dinos brechen aus, Menschen sind in Gefahr. Mehr braucht es nicht, um Jurassic Park aufs Wesentliche herunterzubrechen. Unterschiede gibt es natürlich dennoch, denn bei Jurassic World haben wir dieses Mal einen voll funktionsfähigen Freizeit-Park, quasi Disneyland mit Dinosauriern. Man sieht also zum ersten Mal, wie der Park im eröffneten Zustand aussieht und Menschen auf der ganzen Welt magisch anzieht. Bei Jurassic Park war der namensgebende Park noch nicht eröffnet, stattdessen haben Wissenschaftler quasi die geschlossene Beta-Version des Parks besucht. 22 Jahre später ist John Hammonds Vision endlich auf der Kinoleinwand Realität geworden und als Zuschauer kann man alle Attraktionen von Jurassic World aus nächster Nähe betrachten. Und mal ganz unter uns: Das ist ein Park, den der Operator auf jeden Fall besuchen würde, selbst die schieren Menschenmassen, die sich auf dem Gelände aufhalten, würden ihm nichts ausmachen. Na gut, vermutlich würde der Operator die meiste Zeit im Streichelzoo verbringen und die Baby-Dinos knuddeln, aber das tut hier nichts zur Sache! Selbst eine Ikone wie der sagenumwogene DZGH-ARMY Operator hat einen weichen Kern! Doch genug von mir, zurück zu Jurassic World:

Eine Karte von Jurassic World (http://www.jurassicworld.com/park-map/)
Eine Karte von Jurassic World (http://www.jurassicworld.com/park-map/)

Colin Trevorrow, der Regisseur dieses Films und des Independent-Streifens Safety Not Guaranteed behandelt die Original-Vorlage aus dem Jahr 1993 ehrfürchtig, gibt dem Franchise aber auch eigenständige Impulse, die den Fortsetzungen mitunter gefehlt haben. Aber natürlich gibt es hier und da auch mehrere Szenen, die dem Original Tribut zollen, ohne aber jedoch imitierend zu wirken. Der Operator will hier bewusst nicht spoilern, aber wer beim ersten Jurassic Park die Szene mit dem kranken Triceratops mochte oder auch den allerersten T-Rex-Angriff noch lebendig in Erinnerung hat, wird bei Jurassic World ähnliche Szenen vorfinden, die allerdings mehr als einfach nur eine 1:1-Kopie sind.

Als der Operator den ersten Trailer zu Jurassic World gesehen hat, befürchtete er, dass die dressierten und offenbar gezähmten Velociraptoren plötzlich zu Schoßhunden verkommen sind, aber so ist es zum Glück ganz und gar nicht. Die Mädchen sind immer noch verdammt clever und gefährlich wie eh und je. Dieses Verhältnis zwischen Mensch und Dinosaurier, das auf gegenseitigem Vertrauen basiert, ist aber ein interessantes Element, das in einer bereits bestätigten Fortsetzung sicherlich noch näher beleuchtet wird. Zumindest gibt Jurassic World genügend Hinweise darauf, wie eine Weitererzählung der Geschichte aussehen könnte.

Fazit

Jurassic World hatte ein großes Erbe anzutreten, dies ist dem Film aber eindrucksvoll gelungen. Nicht nur, dass die Geschichte rund um den Dino-Park ins 21. Jahrhundert befördert wird, auch verleiht Jurassic World der Reihe neue Impulse und Denkanstöße. Fans finden es vielleicht schade, dass außer BD Wong und dem T-Rex aus dem ersten Teil sonst niemand aus der ursprünglichen Trilogie dabei ist, aber das ist auch gut so, denn welchen Grund sollten Dr. Ian Malcolm oder Alan Grant haben, den Park, der immerhin schon seit 2005 eröffnet ist, plötzlich noch mal zu besuchen. Es war schon ein geschickter Zug der Filmmacher, bewusst auf neue und frische Charaktere zu setzen, anstatt die alten Protagonisten wieder den gleichen Gefahren auszusetzen. Bryce Dallas Howard, Chris Pratt, Vincent D’Onofrio und auch Jake Johnson passen perfekt in die Welt eines Abenteuers, das vor über 65 Millionen Jahren begonnen hat.

Guilty Pleasures

Jeder hat sie, aber nur die wenigsten geben es auch zu: Guilty Pleasures. Das sind Dinge, die einem Freude bereiten, obwohl man weiß, dass sie nicht gut sind. Das kann zum Beispiel ein Fast-Food-Burger oder die Schachtel Pralinen sein. Oder aber auch ein Sex-Fetisch oder ein abgedrehtes Mode-Accessoire, die Möglichkeiten sind vielfältig! Beim Operator sind es trashige Filme und da er sich für nichts zu schade ist, gibt es hier seine schamlose Liste von 5 Filmen, die ihm sehr viel Freude bereiten, obwohl er ganz genau weiß, dass sie eigentlich schlecht oder zumindest „nicht gut“ sind.

Transformers

Die Transformers-Reihe hat alles, was einen schlechten Film ausmacht: Unglaubwürdige und unliebsame Charaktere, schlechte Schauspieler, eine so an den Haaren herbeigezogene Handlung, dass das Wort „Handlung“ schon eine Beleidigung ist. Plotlöcher, die größer sind als das Kaspische Meer und eine viel zu lange Laufzeit. Aber trotzdem schaut der Operator die Transformers-Filme gerne und sei es nur aus zwei Gründen: Roboter und eine Materialschlacht, die seinesgleichen sucht. Und zu guter Letzt: Dicke Eplosionen! Okay, das waren jetzt drei Gründe, aber wer wird denn gleich kleinlich sein, Michael Bay ist es schließlich auch nicht! Wenn man für 3 Stunden sein Hirn ausschalten und Scheiße in die Luft fliegen sehen will, ist man bei Transformers genau an der richtigen Stelle.

Snakes On A Plane

Hier kriegt man als Zuschauer genau das, was der Titel verspricht: Schlangen in einem Flugzeug. Was der Titel verschweigt, der geschulte Cineast allerdings weiß: Samuel L. (L wie in „Motherfucking“) Jackson ist mit an Bord. Und es wird verfickt noch mal geflucht. Dazu gibt es noch coole One-Liner, ordentlich Action und Gore. Also alles, was man für einen anspruchslosen Fun-Film braucht. Ach ja: I have had it with these motherfucking snakes on this motherfucking plane! Ihr Bitches!

Piranha 3D

Dieser Streifen fällt eindeutig in die Kategorie „Partyfilm“, denn er hat alles, was eine gute Party ausmacht: Babes, Alkohol, gute Stimmung und KILLERPIRANHAS! Der Splatter-Faktor ist erfreulicherweise ebenfalls schön hoch und auch die CGI-Effekte sind passabel. Was will man mehr? Vielleicht noch Samuel L. Jackson, aber der kann ja nicht in jedem Film mitspielen.

Deep Blue Sea

Seid ihr schon auf Entzug? Der Operator ist es auch und deshalb ist bei diesem Film wieder Samuel L. Jackson mit dabei. FUCK YEAH! Worum geht es? Um ein Heilmittel gegen Alzheimer zu finden, züchten Forscher genmanipulierte Killer-Haie, die superintelligent sind UND rückwärts schwimmen können. Klingt hanebüchen und ist es auch, macht aber mächtig viel Spaß. Und es gibt sogar einen Twist, mit dem sicherlich niemand gerechnet hätte. Aber an dieser Stelle wird nicht gespoilert.

Big Trouble In Little China

„It’s all in the reflexes.“ – Lernt den mürrischen Trucker Jack Burton kennen, der in Chinatown in einen jahrhundertealten und mystischen Kampf zwischen Gut und Böse verwickelt ist. Seine Mission: Zwei heiße Bräute mit grünen Augen vor der Zwangsehe mit einem asiatischen Mafiaboss retten. Was auf dem Papier wie ein Sozialdrama klingt, ist in Wahrheit ein Film mit mächtig viel 80er-Jahre-Charme: Lockere Sprüche, Action, Zauberei, Special Effects in den Kinderschuhen, Monster, Dämonen und Kurt Russell. Alles ist mit dabei! Der Film ist längst Kult und darf in keiner gut sortierten Trash-Sammlung fehlen.

Wird vielleicht fortgesetzt…

Der pädagogisch wertvolle Film: The Texas Chainsaw Massacre

Filme vermitteln oftmals Lebensweisheiten oder geben neue Perspektiven. Manchmal lernt man aber auch Dinge, die man gut im alltäglichen Leben gebrauchen kann. Und genau das ist dem Operator neulich mal wieder bewusst geworden, als er sich The Texas Chainsaw Massacre angeschaut hat. Nein, nicht die schlechten Remakes oder Fortsetzungen, sondern das Original aus dem Jahr 1974.

Wie dem auch sei: Schaut man sich den Film aufmerksam an, wird man viele Lebenstipps entdecken. Die wichtigsten davon hat der Operator für euch niedergeschrieben. Druckt sie aus, steckt sie in euer Portemonnaie und tragt sie immer bei euch. Dann kann garantiert nichts schiefgehen.

  1. Nehmt keine verrückten Anhalter mit.
  2. Falls ihr doch einen verrückten Anhalter mitnehmt, gebt ihm niemals euer Messer.
  3. Respektiert die Grundstücke anderer Menschen.
  4. Geht niemals in fremde Häuser, auch wenn die Tür nicht verschlossen ist.
  5. Wenn Tierschädel und andere Knochen an einer roten Wand hängen, ist irgendwas im Argen.
  6. Wenn ihr plötzlich Schweine in einem augenscheinlich leerstehenden Haus grunzen hört, solltet ihr der Sache NICHT auf den Grund gehen, sondern schnell das Weite suchen. Und zwar SOFORT.
  7. Wenn ihr von einem psychopathischen Kettensägenmörder verfolgt werdet, in eine Tankstelle rennt und der Kettensägenmörder plötzlich nicht mehr hinter euch her ist, sollte euch das zu Denken geben.
  8. Solltet ihr nachts zu zweit irgendwo im Nirgendwo sein, kommt gar nicht erst auf die dumme Idee, euch zu trennen und alleine nach Hilfe oder euren verschollenen Freunden zu suchen.
  9. Solltet ihr im Rollstuhl sitzen und mal dringend eure Notdurft in einer Dose verrichten müssen, stellt sicher, dass ihr nicht an einem Hang steht und dass die Bremsen angezogen sind.
  10. Rennt nie ohne Schutzkleidung mit einer laufenden Kettensäge durch die Wälder oder über die Straße, wenn euch eure Körperglieder lieb sind.

Filme, die mein Leben verändert haben

Ja, es stimmt! Der Operator hat schon lange keinen neuen Artikel mehr veröffentlicht. Die Arbeit nimmt ihn so sehr ein, dass dem Operator in seiner Freizeit oft die Lust, Muse oder auch Zeit fehlt, um einen Artikel für seine und eure geliebte DZGH-ARMY zu schreiben. Das wird sich aber irgendwann bestimmt ändern. Bis es so weit ist, gibt es Artikel einfach dann, wenn dem Operator danach ist. Also quasi ganz so, wie früher auch.

Der Operator kuriert gerade noch eine fiese Grippe mit Mandelentzündung aus und zwischen Schüttelfrost und Fieberkrämpfen hat ihn doch glatt die Muse geküsst und unanständige Dinge mit ihm getrieben. Das hatte zur Folge, dass er endlich einen Artikel fertiggestellt angefangen hat, der schon lange in seinem Kopf herumschwirrte. Die Wahrheit ist, dass schon ein Haufen Ideen und Anfänge für neue Artikel als Entwürfe im Archiv der DZGH-ARMY schlummern, aber bisher noch nicht ihren Weg durch den Geburtskanal gefunden haben. Das ändert sich heute aber zumindest für einen dieser Schreibergüsse. Für den ersten Artikel nach der langen Pause hat sich der Operator wieder einmal dem Thema „Filme“ gewidmet.

„Laaaangweilig!“ werden jetzt sicher einige schreien, aber Filme sind ein wichtiger Teil im Leben des Operators, denn der Operator schaut schon seit seiner frühesten Kindheit Filme. Und da waren einige Streifen dabei, die er eigentlich noch gar nicht hätte sehen dürfen, wenn es nach der Freigabe der Freiwilligen Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) geht. Geschadet hat es ihm aber nicht, jedenfalls redet sich das der Operator jeden Tag ein. Wie dem auch sei: Viele Filme hat der Operator schon gesehen, doch nur wenige haben sein Leben nachhaltig beeinflusst und ihn auf seinen Wegen begleitet. Eine kleine Auswahl dieser Filme findet ihr hier. Und da der Operator weiß, dass ihr alle lesefaul seid, hat er außerdem noch passende Trailer zu den Filmen eingebaut. Wenn das nicht mal Service ist!

Lost In Translation

Bill Murray ist ein grandioser Schauspieler! Dass er nicht nur lustig sein kann, hat er schon in vielen Filmen bewiesen, darunter auch Lost In Translation. Über den Film selbst hat der Operator schon mal vor einiger Zeit geschrieben, aber in dieser Liste steht er dennoch ganz oben: Immer dann, wenn sich der Operator einsam fühlt oder aber sich einsam fühlen will, schaut er Lost In Translation. Danach geht es ihm meistens noch schlechter als vorher, aber der Film ist es definitiv wert. Lost In Translation verdeutlicht unter anderem, dass man sich nicht erst in einem komplett fremden Land befinden muss, um sich unzugehörig und verloren zu fühlen. Aber genau in dieser Verlorenheit gibt es immer auch einen Funken Hoffnung und Zweisamkeit. Es ist die besondere Mischung zwischen Komödie, Drama und Romantik, die den Film so besonders macht. Aber auch die starken Szenen, die gezielt Gefühle vermitteln, aber nicht erzwingen.

Aliens

Der Operator war auf jeden Fall noch keine 16 Jahre alt, als er den Film zum ersten Mal gesehen hat und damit definitiv zu jung. Zwölf bis 13 Jahre müssten es gewesen sein. Der zweite Teil aus der „Alien“-Reihe war auch gleichzeitig der allererste Alien-Film für den Operator. Und holla, die Waldfee! Der Operator hatte damals ganz schön Schiss, als er den Film gesehen hat. Nicht nur die klaustrophobisch-nervenaufreibende Atmosphäre hat es ihm angetan, sondern auch die Spezialeffekte, die auch heute nach über 26 Jahren immer noch nicht zum alten Eisen gehören. Wenn der Operator den Film heutzutage schaut, übt er immer noch die gleiche Faszination auf ihn aus. Ein Umstand, den nur sehr wenige Filme bisher geschafft haben.

The Crow

Ein Film über Rache, unsterbliche Liebe und Katharsis, dessen Tragik weit über das hinaus geht, was im Jahr 1994 erstmals auf der Leinwand zu sehen war. Brandon Lee, der Hautpdarsteller des Films, kam bei den Dreharbeiten unter tragischen Umständen ums Leben, und The Crow ist sein Testament an die Nachwelt. Aber auch Abseits des dramatischen Unfalls am Drehort haben Filmliebhaber mit The Crow eine düstere und stimmige Umsetzung einer brillanten Comicvorlage bekommen, die absolut den Nerv der damaligen Zeit getroffen hat.

American Beauty

Eine amerikanische Vorstadt, in der alle ein perfektes Leben zu führen scheinen. Doch die Fassade beginnt langsam zu bröckeln, vor allem im Leben von Lester Burnham, der gerade eine Midlife-Crisis durchlebt. Die Gelüste für eine Freundin seiner Teenager-Tochter Jane wecken neue Lebenslust in ihm und das wirkt sich auf sein gesamtes Umfeld aus. Und schon bald müssen sie alle erkennen: Schönheit befindet sich in jedem noch so unwichtig wirkenden Detail. Aber alles hat auch irgendwann ein Ende und deshalb sollte man das Beste aus der Zeit machen, die man hat. Denn man weiß nie, wann es vorbei ist.

The Matrix

Martial-Arts-Kämpfe, lässige Sonnenbrillen, verdammt coole Lederkluften und ein unverwechselbarer Look. The Matrix lässt sich mit vielen Schlagworten beschreiben, ist aber nicht einfach nur ein weiterer Actionfilm für die Popcorngeneration, sondern er stellt auch philosophische Fragen über unser Dasein und unsere Bestimmung. Gleichzeitig bietet er mit der Bullet Time eines der abgefahrensten Film-Stilmittel der letzten 13 Jahre. Follow the white rabbit!

Spinne gegen Spinne

Gestern Abend war der Operator mal wieder im Kino, und zwar in The Amazing Spider-Man, der neuesten Comicverfilmung eines Superhelden. Der letzte Spider-Man-Film aus der Reihe von Sam Raimi ist gerade einmal fünf Jahre alt und viele fragen sich zu Recht, ob man da schon wieder einen Reboot, also einen Neustart, der Reihe braucht. Auch der Operator stellte sich diese Frage und ging deshalb neugierig, aber auch mit wenigen Erwartungen in den Film.
Da „The Amazing-Spider-Man“ (2012) die Entstehungsgeschichte von Spider-Man erzählt, stellt der Operator einen Vergleich zwischen jüngst genannten Film und dem ersten Spider-Man (2002) von Sam Raimi an. Und damit der lange Monsterartikel halbwegs übersichtlich bleibt, hat der Operator die Filme in verschiedenen Kategorien im Detail betrachtet. Los geht’s!

 

Peter Parker

In S-M war Peter Parker (dargestellt von Tobey Maguire) der schüchterne und verklemmte Junge von nebenan, der sehr zurückhaltend war und von seinen Mitschülern gemobbt wurde. Erst als er von einer Spinne gebissen und zu Spider-Man wird, wächst ihm Rückgrat und er lässt sich nicht mehr alles gefallen.

Peter Parker (Andrew Garfield) aus TAS-M besaß auch schon vor seiner Verwandlung zum Spinnenmann Rückgrat und setze sich für sich und andere ein. Dafür bekam er zwar mehr als nur einmal sein Fett weg, aber das hält ihn nicht davon ab, auch weiterhin für seine Überzeugungen einzustehen. Und auch darüber hinaus ist der „neue“ Peter Parker viel schlagfertiger als der Peter aus dem Jahr 2002. Dadurch orientiert sich TAS-M stärker an die Comicvorlage und seine Verwandlung zu Spider-Man wirkt weniger radikal.

 

Runde 1 geht an The Amazing Spider-Man!

 

Spider-Man

Okay, hier wird es etwas kniffliger, da beide Versionen hier einen guten Job abliefern. Aber trotzdem kann es auch in dieser Runde nur einen Sieger geben, also ran mit den Details:

Der Anzug in S-M ist wunderschön verarbeitet und sieht einfach nur großartig aus. Wenn man sich aber vor Augen hält, dass wir hier von einem Teenager reden, der sich den Anzug gebastelt hat, dann wirkt er allerdings zu perfekt. Kein Wunder, schließlich kostete der Anzug damals in der Herstellung 10.000 Dollar. Ein Betrag, den wohl kaum ein Teenager einfach so übrig hat.

Bei TAS-M kann man sich schon eher vorstellen, dass der Anzug gekauft sein könnte, auch wenn er in der eigentlichen Herstellung garantiert nicht weniger Geld gekostet hat. Wie dem auch sei: Hier und da wirft der Anzug Falten, man sieht Nähte und das Material sieht weniger aus wie eine Spezialanfertigung. Das wirkt definitiv glaubwürdiger, sorgt aber auch gleichzeitig dafür, dass der Anzug im direkten Vergleich zu Sam Raimis Film weniger gut aussieht.

Ein weiterer Unterschied: In S-M wird die Netzflüssigkeit von Peter Parkers Körper produziert. In den Comics und auch in TAS-M nutzt Peter Kapseln mit Netzflüssigkeit. Die Kapseln kauft Peter im Film gleich in einer Großbestellung bei Oscorp. Die darin befindliche Flüssigkeit ist der neueste Schrei und erst seit kurzer Zeit auf dem Markt. Und genau da liegt der Knackpunkt: Auch wenn die Flüssigkeit garantiert im Dutzend billiger ist, günstig dürfte sie dadurch trotzdem nicht sein. Sofern Peter Parker also nicht im Lotto gewonnen hat, wirkt es ziemlich unglaubwürdig, dass er sich mal eben ein großes Paket mit den Kapseln schicken lassen kann, und das dann auch noch regelmäßig!
Außerdem: Im heutigen Zeitalter dürfte dadurch Peters Doppelidentität ziemlich schnell auffliegen: Ein maskierter Superheld, der überall die moderne Netzflüssigkeit von Oscorp in der ganzen Stadt verteilt? Oha, eine Person namens Peter Parker kauft regelmäßig besagte Flüssigkeit in großen Mengen ein? Zack, Geheimidentität aufgeflogen! Auch wenn sich TAS-M hier stärker an der Vorlage orientiert: Glaubwürdig ist das nicht unbedingt. Hinzu kommt noch, dass Peter Parker als sein Alter Ego zu dick aufträgt und zum Poser avanciert, der ständig einen coolen Spruch nach dem anderen auf seine Widersacher loslassen muss. Das macht der andere Spider-Man zwar auch, trägt dabei aber nicht zu dick und zu selbstsicher auf.

 

Runde 2 geht an Spider-Man!

 

httpvh://www.youtube.com/watch?v=0KW8stZ2jSQ

Onkel und Tante

Hier wird es wieder einfach und der Operator möchte sich an dieser Stelle auch nur kurz fassen, um nicht zu viel zu verraten: Gerade Onkel Ben ist in TAS-M einfach viel zu unsympathisch. Und auch Tante May wirkt nicht so sympathisch und gutmütig, wie man sie aus den Comics kennt. Dadurch büßt TAS-M viel an Stimmung ein.

 

Runde 3 geht an Spider-Man!

 

Der Schurke

S-M hat dieses großartige Vater-Sohn-Thema, welches durch Peters Freundschaft mit Harry und seinem Vater Norman, der für Peter zu einer Art Ersatzfigur geworden ist, stimmig inszeniert ist. Umso schwieriger wird es dann für Peter, als er herausfindet, dass Norman Osborn als grüner Kobold sein Unwesen treibt. Die einstigen Freunde werden dadurch zu Erzfeinden, und auch als sie die Geheimidentität des jeweils anderen herausfinden, kann das drohende Unheil nicht mehr aufgehalten werden und so kommt es zum erbitterten Kampf, der ein dramatisches Ende findet, das alles verändern wird.

Was bietet also TAS-M? Einen Wissenschaftler, der irgendwann schon mal mit Peters Vater zusammengearbeitet hat, und der durch ein Serum zu einer riesigen Eidechse mutiert und die gesamte Bevölkerung ebenfalls in riesige Eidechsen verwandeln will. Wirklich?! Netter Versuch, aber im Vergleich zu S-M stinkt der Bösewicht im neuen Film ganz schön ab.

 

Runde 4 geht an Spider-Man!

 

Musik

Könnt ihr noch, oder braucht ihr eine Pause? Na gut, der Operator fasst sich wieder kurz: Die Musik in S-M stammt von Danny Elfman, und die Musik in TAS-M von James Horner, Beides überaus talentierte Komponisten, die ihr Handwerk mehr als nur gut verstehen. Trotzdem wirkt die Musikuntermalung in TAS-M eher wie Beiwerk, als wirkliches Mittel zur Vermittlung von Emotionen. Der Score von Danny Elfman ist hier eindeutig besser, geht stärker unter die Haut und deshalb lautet auch hier die Devise:

 

Runde 5 geht an Spider-Man!

 

Die große Liebe

S-M hat Mary Jane Watson, TAS-M hat Gwen Stacy, beide von hübschen Frauen (Kirsten Dunst, Emma Stone) verkörpert, die nicht nur was fürs Auge sind, sondern auch essentielle Mitträger der Handlung. Auf der einen Seite haben wir die blonde Kirsten Dunst, die für Spider-Man eine rote Perücke trägt und auf der anderen Seite Emma Stone, die sonst immer ihre Haare rot gefärbt hat, aber für TAS-M ihre natürliche Haarfarbe zeigt. Mary Jane ist etwas zickiger als Gwen Stacy, doch das tut dem Charakter keinen Abbruch. Tja, da fällt die Entscheidung echt nicht schwer und deshalb kommt es zu einem Stechen:

 

Runde 6 bleibt unentschieden!

 

httpvh://www.youtube.com/watch?v=uAcD7H53220

 

Das große Fazit

Tja, was soll man da noch sagen: Der Gewinner ist eindeutig Spider-Man aus dem Jahr 2002, da man hier einfach mit viel mehr Herzblut an die Sache gegangen ist. The Amazing Spider-Man braucht einfach viel zu lange, um in Fahrt zu kommen und hangelt sich eigentlich nur von einer spektakulär inszenierten Szene zur nächsten, ohne für ein stimmiges Gesamtbild zu sorgen. Der Film ist zwar durchaus unterhaltsam und solide gemacht, aber wenn man die Wahl hat, dann sollte man auf jeden Fall Sam Raimis Geschichte vom Ursprung von Spider-Man ansehen.

Und damit ist dann auch die Frage beantwortet, ob ein Reboot nach so kurzer Zeit überhaupt notwendig ist: Die Antwort lautet ganz klar Nein.
Auch wenn der dritte Spider-Man von Sam Raimi der schwächste der Reihe ist, die Serie hatte durchaus noch genügend Potential für weitere Filme. Aufgrund von kreativen Differenzen zwischen Sony und Raimi hat man sich allerdings dazu entschlossen, noch einmal komplett von vorne anzufangen. Eine falsche Entscheidung!
Und damit kommen wir auch zum nächsten Punkt: Es ist an der Zeit, dass die Recht für Spider-Man-Filme wieder an Marvel gehen, denn das Comicstudio weiß am besten, wie man mit seinen eigenen Helden umgeht, was nicht zuletzt durch Filme wie Iron Man und The Avengers eindrucksvoll bewiesen wurde.
Und wenn die Filme wieder direkt von Marvel produziert werden, dann sehen wir hoffentlich auch weniger Produktplatzierungen für Sony-Produkte. Teilweise hatte man das Gefühl, sich einen zweistündigen Werbespot von Sony-Smartphones, -Monitoren, -Computern und vielen anderen Dingen anzuschauen. Das muss doch echt nicht sein…

Ein kleiner Film-Rückblick

Wir erinnern uns: Anfang des Jahres hat der Operator sechs Filme vorgestellt, auf die er sich 2011 gefreut hat. Mittlerweile hat der Operator jeden der sechs Filme gesehen, und da sich das Jahr langsam dem Ende zuneigt, ist es an der Zeit, diese Filme einmal kurz (und mit „kurz“ meint der Operator diesmal sogar wirklich „kurz“!) Revue passieren zu lassen:

  • Black Swan: Der Film hat alle Erwartungen, die der Operator an den Film hatte, gänzlich übertroffen. Eine absolute Empfehlung an dieser Stelle! Wer mehr über den Film erfahren will, der kann sich gerne den längeren Artikel durchlesen, den der Operator vor einiger Zeit mal verfasst hat.
  • The Fighter: Na ja… Von diesem Film hatte der Operator mehr erwartet. Vielleicht war er an dem Tag, an dem er den Film gesehen hat, auch einfach nur zu müde, aber das Brüder-Drama hatte doch einige Hänger. Vielleicht muss der Operator dem Film aber auch einfach nur eine zweite Chance geben.
  • Super 8: J.J. Abrams ist talentiert und hat ein Händchen für packende Science-Fiction. Mit Super 8 hat er beides bewiesen. Ein nostalgischer Film über eine Gruppe Freunde, die Zeugen einer Zugentgleisung werden, die ihr Leben für immer verändern wird.
  • Battle: Los Angeles: Die Trailer sahen gut aus, der Film war aber stinklangweilig. Genug geschrieben!
  • Scream 4: Yeah, Wes Craven ist zurück! Genau das hatte der Operator gehofft und genau das hat er auch bekommen: Eine würdige Fortsetzung der alten Scream-Teile.
  • The Thing: Man nehme einen bekannten und beliebten Film, und erzählt die gleiche Geschichte einfach noch mal, nur ein bisschen anders. Genau das ist das Prequel zu The Thing dann auch geworden. An und für sich war der Film zwar nicht schlecht, aber er hat auch nichts Neues auf den Tisch gebracht. Dann doch besser die Version von John Carpenter aus dem Jahr 1982 anschauen!