Opera: Ein zweiter Versuch

Der Operator hat eine ganz besondere Vergangenheit zum Internetbrowser Opera und das nicht nur, weil er vor einigen Jahren mal für das norwegische Unternehmen gearbeitet hat. Nein, Opera war der erste Browser, den der Operator privat genutzt hat, um im Internet zu surfen. Dank der hohen Anpassungsfähigkeit, vielen Komfortfunktionen (Stichwort: Mausgesten!) und dem Underdog-Status hat der Operator den Browser schnell in sein Herz geschlossen. Doch dann änderte sich alles…

Google stellte 2008 seinen Browser Chrome in einer ersten Version vor und von seiner Geschwindigkeit und Schlankheit war der Operator gleich angetan. Opera nutzte er allerdings weiterhin als seinen primären Browser, schließlich steckte Chrome noch in den Kinderschuhen. Doch Google entwickelte den Browser stetig mit hoher Geschwindigkeit weiter und auch viele Website-Betreiber sprangen auf den Google-Zug auf und machten ihre Seiten fit für Chrome. Opera hatte in dieser Hinsicht leider immer das Nachsehen: Zwar zählte der Browser zu den standardkomformsten Browsern überhaupt, doch aufgrund seiner geringen Verbreitung machten sich viele Website-Entwickler gar nicht erst die Mühe, ihre Seiten für Opera anzupassen. Und so kam es immer wieder zu Darstellungsfehlern und anderen Problemen, die zwar nicht Schuld von Opera waren, das alltägliche Surfen aber beeinträchtigen: Man war quasi immer auf einen Zweit-Browser angewiesen, weil bestimmte Websites einfach nicht funktionieren wollten.

Weg von Opera, hin zu Google Chrome

opera-logoDie Entwicklung von Chrome schritt indes immer weiter voran und inzwischen ist der Browser zu einem vollwertigen Ersatz herangewachsen, inklusive vieler Erweiterungen und Apps. Der Operator entschloss sich also ungefähr 2011/2012 für den Wechsel (hier auch die Gründe in ausführlicher Form), behielt den weiteren Werdegang von Opera aber trotzdem immer noch im Auge. Im Jahr 2013 folgte dann ein großer Neustart für Opera: Die eigene Rendering-Engine „Presto“ wurde nicht mehr weiterentwickelt, stattdessen setzte man wie Google Chrome auch auf Chromium als Unterbau. Das hatte zur Folge, dass der Browser quasi wieder bei Null anfing und anfangs nicht viel mehr war, als Google Chrome im anderen Gewand (vereinfacht ausgedrückt), dafür aber mit weniger Features: Essenzielle Funktionen wie Lesezeichen fehlten, aber auch Dinge, die Opera einst so einzigartig gemacht haben: Opera hatte nicht länger die treuen Poweruser im Visier, sondern wollte sich auf den Massenmarkt konzentrieren.

Das verärgerte natürlich zurecht viele Langzeit-User, die dem Browser über die Jahre hinweg die Stange gehalten haben (für eben jene User gibt es einen neuen Browser von ehemaligen Opera-Entwicklern: Vivaldi), doch Opera setzte auf einen ähnlich schnellen Entwicklungszyklus wie Chrome (alle sechs Wochen erscheint eine neue finale Version) und so wurden viele fehlende Features wieder nachgereicht, darunter auch ein vollwertiger Lesezeichenmanager (15.10.2014: Opera 25) oder eine geräteübergreifende Synchronisierung von  Einstellungen, Lesezeichen und mehr (10.03.2015: Opera 28 bzw. 15.09.2015: Opera 32 [Passwort-Sync]). Das und natürlich auch firmeninterne Umstrukturierungen sorgten dafür, dass es Opera so gut geht wie nie zuvor: Im Juli 2015 konnte die Desktop-Version des Browsers 55 Millionen Nutzer verzeichnen, in der Mobile-Sparte sind es gar 300 Millionen Nutzer. Doch hier soll es nicht um Zahlen und Marktanteile gehen, sondern dem persönlichen Erfahrungsbericht vom Operator. Wer sich dennoch für Zahlen und Fakten rund um Opera interessiert, findet hier die passenden Ressourcen: Opera Investor Relations.

Der richtige Zeitpunkt

Mit der Veröffentlichung von Opera 33 und dem damit einhaltenden Einzug der neuen Markenidentität, war für den Operator der richtige Zeitpunkt gekommen, dem Browser aus Norwegen eine zweite Chance zu geben: Die integrierten Features und der aktuelle Entwicklungsstand des Browsers sind so ausgereift, dass es an der Zeit war, einen neuen Versuch zu wagen.

Opera 33: So sieht der Browser aktuell beim Operator aus.
Opera 33: So sieht der Browser aktuell beim Operator aus.

Bevor der Operator in die Tiefe geht, hier eine kurze Auflistung der Funktionen, die er gut findet und die ihm nicht so gut gefallen:

Das gefällt:

  • Optik
  • Schnellwahl (Speed Dial)
  • Tab-Vorschau
  • Discover
  • Download-Manager
  • Mausgesten

Das gefällt nicht:

  • Standard-Suchmaschinen lassen sich in den Einstellungen nicht löschen/bearbeiten
  • Icons in der Toolbar können nicht verschoben werden
  • Aussehen nicht hundertprozentig nativ
  • Es gibt keine 64-bit-Version

Optik

Opera 33 ist schlicht und minimalistisch gehalten, ebenso wie Google Chrome. Doch es sind die Details, die der Operator zu schätzen weiß: So sind Tabs z.B. eckig statt rund, wodurch der Browser weniger verspielt wirkt. Auch haben Menüs eine hübschere Optik, die nicht so kahl und nackt wirkt, wie bei Chrome. Toll ist ebenfalls, dass es eine kleine Trennlinie in der Toolbar gibt, um Extension-Icons von System-Icons abzugrenzen.

Eine kleine Linie trennt Extension-Icons vom Rest.
Eine kleine Linie trennt Extension-Icons vom Rest.

Allerdings gibt es hier auch gleich einen Nachteil: Toolbar-Icons können nicht wie bei Chrome einfach verschoben werden, stattdessen werden sie in der Reihenfolge der Installation von links nach rechts platziert. Blöd, aber kein Beinbruch. Ebenfalls unschön: Die Optik von Opera ist – zumindest unter Windows 10 – nicht vollständig nativ: Das äußert sich zum einen in Menüs, die grau statt weiß sind und der Scrollleiste, die noch aus Windows-9.x-Zeiten stammt. Mit diesem Trick kann man die Optik der Scrollleiste aber korrigieren:

  1. Öffnet folgende Adresse in Opera: browser://flags/#submodule-native-theme-alt
  2. Aktiviert die Option
  3. Startet Opera neu

Auch wenn es sich bei der Scrollleiste „nur“ um einen Bug handelt, der mit Opera 34 behoben wird, so ist er doch störend und schmälert wie ein Kaffeefleck auf einem weißen Hemd die sonst makellose Optik des Browsers. Ähnliches gilt auch für die Menüs, die in ihrem grauen Gewand einfach nicht so recht zum Gesamtbild von Windows 10 passen wollen. Chrome ist hier schon weiter, wie auch folgender Vergleichs-Screenshot zeigt:

Links das graue Kontext-Menü von Opera 33, rechts die korrekte Optik von Chrome 46 unter Windows 10.
Links das graue Kontext-Menü von Opera 33, rechts die korrekte Optik von Chrome 46 unter Windows 10. Ebenfalls gut zu erkennen: Opera verwendet englische Tastenbezeichnungen.

Zugegeben, beides ist Meckern auf hohem Niveau, trotzdem sind dies zwei Dinge, die vor allem Perfektionisten und Menschen mit Blick für Details sofort ins Auge stechen werden. Und der Operator weiß nur zu gut, dass bei Opera genau solche Menschen arbeiten. Aber sei es drum, beides ist kein Weltuntergang und so gibt es hier nur einen kleinen Klopfer auf die Finger, zumal die restliche Optik sonst sehr durchdacht und stimmig ist.

Schnellwahl (Speed Dial)

Hach, wie sehr hat der Operator dieses Feature geliebt und selbst heute vermisst er es bei Chrome schmerzlich. Mit Extensions kann die Funktion zwar auch hier nachgerüstet werden, aber das Original ist eben doch am besten. Die Rede ist von der Schnellwahl und wer sie nicht kennt, für den erklärt der Operator sie noch mal in wenigen Worten:

Speed Dial (unter diesen Begriff kennen alte Opera-Nutzer und englischsprechende Menschen das Feature) lässt euch eure Lieblings-Websites auf der Startseite für den schnellen Zugriff frei ablegen. Dadurch habt ihr oft besuchte Websites immer griffbereit. Der Name des Features stammt von alten Tasten-Telefonen, wo man die Tasten 1 bis 0 mit den Rufnummern wichtiger Kontakte belegen konnte: Wollte man zum Beispiel die Eltern oder Freundin anrufen, musste man nur die 1 drücken (oder eine andere Taste, die mit der jeweiligen Nummer verknüpft war) und schon wurde man verbunden.

Die Schnellwahl von Opera: Besser als geschnittenes Brot!
Die Schnellwahl von Opera: Besser als geschnittenes Brot!

Wer jetzt behauptet, Google Chrome habe doch das gleiche Feature, der irrt und hat die Schnellwahl von Opera einfach noch nicht richtig genutzt: Ja, im Laufe der Zeit zeigt Chrome auf der „Neuer Tab“-Seite kleine Thumbnails von häufig besuchten Websites an, aber dafür muss man erst mal für einen längeren Zeitraum mit dem Browser im Web surfen. Außerdem kann man die häufig besuchten Websites zwar individuell löschen, aber man kann weder die Reihenfolge frei ändern, noch neue Websites eigenmächtig hinzufügen. Kurzum: Chrome entscheidet, welche Websites wann und wo angezeigt werden. Und das ist alles andere als cool, ganz zu schweigen davon, dass die Optik von Chromes häufig besuchten Websites einfach nicht mit der Schnellwahl von Opera mithalten kann.

Doch Speed Dial kann noch mehr: Zum einen können ganze Ordner erstellt werden, was zum Beispiel dann hilfreich ist, wenn es Websites gibt, die thematisch zusammenpassen, die ihr aber nicht ganz so häufig aufruft, als dass euch der zusätzliche Klick stören würde. Und außerdem unterstützt die Schnellwahl Extensions, wodurch der Funktionsumfang erweitert werden kann. So lässt sich unter anderem das aktuelle Wetter oder ein Feed einer bestimmten Website direkt auf der Schnellwahl darstellen. Das ist etwas, was der Operator früher häufig genutzt hat, inzwischen aber nicht mehr verwendet, weil er auf Minimalismus steht. Trotzdem ist es gut zu wissen, dass es dieses Feature gibt.

An dieser Stelle möchte der Operator außerdem noch erwähnen, dass man die Schnellwahl und andere interne Seiten mit einem eigenen Hintergrundbild versehen kann. Das ist schön und verleiht dem Browser eine zusätzliche individuelle Note.

Update: Falls ihr das gleiche Hintergrundbild für Opera verwenden wollt, das ihr auf den Screenshots seht: Der Operator hat das Theme im Add-Ons-Katalog von Opera hochgeladen: Opera. Do more – Clean

Tab-Vorschau

Wer viele Tabs offen hat, für den ist dieses Feature unverzichtlich. Wer es nutzen möchte, muss es allerdings erst noch in den Opera-Einstellungen unter Tabvorschauen zeigen aktivieren. Dann aber sieht man beim Hovern über einen Tab eine Vorschau, sodass man gleich weiß, welche Seite sich dahinter verbirgt. Das ist auch vor allem dann sehr nützlich, wenn man mehrere Tabs der selben Domain geöffnet hat und nur anhand des Favicons oder des Website-Titels nicht gleich erkennt, welcher Tab denn nun der richtige ist.

Tab-Vorschauen gibt es beim Hovern über einen Tab und beim Umschalten zwischen Tabs.
Tab-Vorschauen gibt es beim Hovern über einen Tab und beim Umschalten zwischen Tabs.

Die Tab-Vorschau kommt übrigens auch dann zum Einsatz, wenn man mittels STRG + TAB durch alle offenen Tabs wechselt. Anders als z.B. Chrome oder andere Browser wechselt Opera nicht gleich zum jeweiligen Tab, sondern zeigt stattdessen die Tab-Vorschau an. Erst dann, wenn man STRG + TAB loslässt, wird zum Tab gewechselt. Lasst euch aber nicht täuschen, denn der Tab-Wechsel dauert dadurch nicht länger, lediglich die Optik ist anders und auch ansprechender, wobei das natürlich auch immer eine Frage des Geschmacks ist.

Die Tab-Vorschau beim Umschalten zwischen einzelnen Tabs wird übrigens auch dann angezeigt, wenn in den Opera-Einstellungen die Option Tabvorschauen zeigen deaktiviert ist.

Discover

Sicher, der Operator nutzt natürlich Feeds und auch Twitter, um auf dem Laufenden zu bleiben, aber alles kriegt man dort eben auch nicht mit und so ist es gut zu wissen, dass News und interessante Geschichten aus aller Welt mit dem Discover-Feature nicht weit entfernt sind. Discover kann entweder über die Schnellwahl oder das Opera-Menü erreicht werden und begrüßt euch mit Top-Themen aus Bereichen, die ihr individuell auswählen könnt. Da sich der Operator beispielsweise mal gar nicht für Sport interessiert, hat er diese Rubrik einfach für die Top-Themen abgewählt.

Das Discover-Feature von Opera.
Das Discover-Feature von Opera.

Download-Manager

Für Chrome nutzt der Operator die Erweiterung Downloads – Your Download Box, damit aktuelle Downloads komfortabel und platzsparend in der Toolbar angezeigt werden und nicht am unteren Browser-Rand, wo sie nicht nur Platz wegnehmen (selbst bei einem 32-Zoll-Monitor, wie der Operator ihn hat), sondern auch unschön aussehen.

Downloads - Your Download Box
Downloads - Your Download Box
Entwickler: J K
Preis: Kostenlos

Doch bei Opera wird solch eine Erweiterung obsolet, denn hier werden Downloads standardmäßig in der Toolbar dargestellt und dabei auch noch schöner aufbereitet als es die Extension für Chrome tut. Und auch der eigentliche Download-Manager hat eine bessere Optik als Chrome und ist dadurch auch noch ein ganzes Stück übersichtlicher.

Mausgesten

Hier ist eine weitere praktische Sache, die andere Browser nur via Erweiterung bieten: Mausgesten. Der Operator nutzt zwar auch viele Tastaturkürzel, um im Browser und anderen Anwendungen zu navigieren, aber Mausgesten sind eine weitere willkommene Komfort-Funktion, die man eigentlich nicht mehr missen möchte, hat man sich einmal an sie gewöhnt: Einfach die rechte Maustaste gedrückt halten und dann entsprechende Gesten ausführen, schon lässt es sich leichter durchs Web navigieren! Via Rechtsklick + Maus nach unten lässt sich beispielsweise ein neuer Tab öffnen, Rechtsklick und Maus nach unten und dann rechts schließt den aktuellen Tab. Eine Übersicht über alle Mausgesten gibt es hier:

Den Browser mit der Maus steuern – Opera Help

Standard-Suchmaschinen können nicht bearbeitet werden

Okay, genug des Lobes! Kommen wir nun zu den Dingen, die den Operator wirklich stören: Opera 33 hat sechs vorinstallierte Standardsuchmaschinen, darunter Google, Bing, Amazon und DuckDuckGo. Die vorinstallierten Suchmaschinen haben alle ihr eigenes Kürzel, damit man sie schneller aufrufen kann. Gibt man zum Beispiel in der Adresszeile „g“ gefolgt von einem Leerzeichen und dem anschließenden Suchbegriff ein, wird automatisch mit Google danach gesucht. Das ist sehr praktisch und der Operator hat viele verschiedene Suchmaschinen und -kürzel in Chrome festgelegt, damit er nicht immer erst die entsprechende Website aufrufen muss, um nach etwas zu suchen. So verwendet er unter anderem „y“ für YouTube, „a“ für Amazon“, „i“ für IMDb oder „wen“ für die englischsprachige Wikipedia.

Und genau hier liegt das Problem, denn die vorinstallierten Suchmaschinen mit ihren Kürzeln lassen sich weder bearbeiten noch löschen! Opera begründet das mit dem Aspekt der Sicherheit, da nicht garantiert werden kann, dass Malware die Standardsuchmaschinen nicht manipulieren kann. Aber bei anderen Browsern klappt es doch auch und für den Operator ist das Argument ziemlich fadenscheinig. Doch zurück zum Problem: Der Operator hat nicht mehr die freie Wahl über seine Suchkürzel und stellenweise wird es sogar lächerlich: Da Amazon bereits als Standardsuchmaschine eingetragen ist, aber das Kürzel „z“ hat, muss der Operator Amazon noch mal als Suchmaschine festlegen, damit er das Kürzel „a“ vergeben kann. Und für YouTube kann er nicht wie gewohnt das Kürzel „y“ verwenden, da es bereits für Yahoo! verwendet wird. Stattdessen muss er sich jetzt mit „yo“ zufriedengeben und beim Wechsel zwischen den Browsern immer wieder umdenken. Das ist nervig und schränkt den Nutzerkomfort stark ein. Und ja, das „Sicherheitsrisiko“ nimmt der Operator an dieser Stelle gerne in Kauf, wenn er dafür die Suchmaschinen nach gusto bearbeiten kann.

Kein 64-bit

Wir schreiben das Jahr 2015, fast schon 2016, doch von einer 64-bit-Version von Opera für Windows fehlt jede Spur. Begründung: Es gebe noch viele Plugins, die mit 64-bit nicht kompatibel sind. Aha! Aber was würde dann den User daran hindern, in diesem sehr seltenen Ausnahmefall einfach zur 32-bit-Version zu greifen? Stattdessen werden einfach mal alle Nutzer dazu gezwungen, die 32-bit-Version von Opera zu nutzen, da es gar keine Alternative gibt.

Was der Operator aber eigentlich sagen will: 32-bit ist einfach nicht mehr zeitgemäß und gerade Internetbrowser profitieren von den zusätzlichen Bits. Gerade in den Bereichen Geschwindigkeit und Multimedia-Anwendungen (z.B. YouTube) ist ein 64-bit-Browser einfach überlegen und für ein technologieorientiertes Unternehmen wie Opera ist es schon ziemlich peinlich, hier noch ausschließlich auf veraltete Architekturen zu setzen, zumal Opera 12, die letzte auf der Presto-Engine basierende Version, bereits als 64-bit-Variante verfügbar war.

Jetzt kann man natürlich argumentieren, dass 64-bit in der Theorie zwar viele Vorteile hat, man in der Praxis davon allerdings so gut wie nichts merkt, und vielleicht haben diese Menschen recht. Fakt ist aber, dass Opera beim Kaltstart oder wenn der Browser einige Stunden lang nicht genutzt wurde, deutlich länger als Chrome braucht, bis er wieder einsatzbereit ist. Und nein, der Operator hat keine veraltete Hardware in seinem System und ihm ist auch bewusst, dass Chrome bzw. Teile davon immer im Hintergrund laufen, aber selbst wenn man Chrome komplett beendet, startet der Browser deutlich schneller als Opera. Und selbst wenn das bei Opera nicht an der fehlenden 64-bit-Unterstützung liegt, so besteht hier so oder so Nachholbedarf.

Erweiterungen

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zu den beliebten Browser-Erweiterungen, quasi das Fleisch in der Suppe: Angesichts des geringen Marktanteils von Opera dürfte es kaum wundern, dass es deutlich weniger Erweiterungen für Opera als für andere Browser wie Chrome oder Firefox gibt. Die gute Sache ist aber die, dass wichtige Erweiterungen wie Adblock Plus, Ghostery oder Pushbullet auch für Opera angeboten werden. Und außerdem kann man dank der Opera-Erweiterung Download Chrome Extensions auch Erweiterungen aus dem Chrome Web Store ganz normal installieren. Zwar funktioniert das nicht für Apps, aber das lässt sich verschmerzen.

Download Chrome Extension
Download Chrome Extension
Entwickler: Opera Software
Preis: Kostenlos

Und so kann der Operator auch für ihn wichtige Extensions wie Add to WunderlistGoogle Translate oder Hover Free auch problemlos mit Opera nutzen. Und das alles, weil beide Browser auf Chromium basieren.

Fazit

Der Operator schreibt Google Chrome natürlich nicht komplett ab, sondern wird den Browser auch weiterhin verwenden, vor allem auf dem Smartphone und seinem Chromebook Pixel. Auf dem Desktop wird allerdings Opera wieder sein Hauptbrowser, zumindest für den Moment. Für den Operator überwiegen die Vorteile klar und auch hat der Browser immer noch einen sentimentalen Wert für den Operator, sodass Opera nun eine verdiente zweite Chance bekommt.

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