Chromebook Pixel: Erfahrungsbericht

Der Operator hat schon öfters mit dem Gedanken gespielt, sich ein Notebook zuzulegen. Da er öfters mal unterwegs ist, liegt es durchaus nahe, einen mobilen Begleiter dabei zu haben, mit dem man längere Texte komfortabel tippen und auch im Internet surfen kann. Doch er konnte sich nie darauf festlegen, was es eigentlich sein sollte. Ursprünglich dachte er an ein MacBook Pro, doch da der Operator primär in der Windows-Welt unterwegs ist, sah er sich schon bald nach einem Ultrabook um. Natürlich soll es nicht nur ein leichtes und kompaktes Gerät sein, sondern es muss obendrein auch noch schick und elegant aussehen. Für ein solches Gerät zahlt man aber schnell 1.000 Euro und aufwärts und das war es dem Operator für seine Verwendungszwecke bisher nicht wert.

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Power-User vs. Gelegenheitssurfer

An seinem Desktop-PC ist der Operator ein echter Power-User. Egal ob Photoshop, Arbeiten mit mehreren Fenstern/Programmen gleichzeitig oder Video-/Musik-Schnitt. Der stationäre Rechner des Operators ist ein echtes Arbeitstier und dementsprechend leistungsstark. Doch was würde er eigentlich genau am Notebook machen? Photoshop und Co. würde der Operator niemals auf einem mobilen Rechenknecht anrühren, denn dafür ist der Monitor einfach zu klein und die Bedienung via Touchpad zu ungenau und
sperrig. Der Operator ging deshalb in sich und überlegte genau, für welche Aufgaben er ein Notebook verwenden würde. Schnell wurde ihm klar: Mobil ist der Operator nichts weiter als ein Gelegenheitssurfer, der ab und an mal einen Text in Google Drive verfasst. Und für solche Zwecke würde dem Operator selbst das günstigste Notebook genügen. Diese haben jedoch einen entscheidenden Nachteil: Sie sind klobig, minderwertig verarbeitet und einfach unschön anzusehen. Doch der Zufall war dem Operator gnädig und so ergab sich eine äußerst attraktive Chance.

Chromebook Pixel als neuer Begleiter

Ein Freund des Operators bekam im vergangenen Jahr auf der Entwicklerkonferenz Google I/O ein Chromebook Pixel geschenkt, hat jedoch keinerlei Verwendung dafür, da er selbst mehrere Notebooks besitzt und auch einen Desktop-PC hat. Er hat also den Operator gefragt, ob er jemanden kennen würde, der Interesse an dem Gerät hatte. Das Ende vom Lied: Der Operator hat das Chromebook Pixel zu einem unschlagbaren Preis schließlich selbst gekauft.

Highlights des Chromebook Pixel

  • Aluminium-Unibody
  • Tastatur mit beleuchteten Tasten
  • Hochauflösendes Display (2.560 x 1.700 Pixel) mit Touchscreen
  • Kompakt und elegant, sehr hochwertige Verarbeitung

Nun ist es so, dass auf dem Chromebook Pixel Googles Betriebssystem Chrome OS läuft. Das hat den Vorteil, dass das Notebook innerhalb weniger Sekunden sofort startklar ist. Ein Nachteil ist jedoch, dass es voll und ganz auf den Online-Betrieb ausgelegt ist. Viele Apps, darunter auch Googles Office-Paket Google Drive, lassen sich aber auch offline nutzen. Aber mal Hand aufs Herz: Selbst reguläre Notebooks machen nur dann richtig Spaß, wenn man mit ihnen online ist.

Trotz allem stellt sich natürlich die Frage: Kann so etwas funktionieren und wird der Operator mit einem System glücklich, das im Grunde genommen nur ein erweiterter Webbrowser ist?

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Der Desktop von Chrome OS.

Der Operator hat das Chromebook Pixel nun seit knapp einer Woche im Einsatz und eine endgültige Antwort auf die Frage hat er noch nicht parat, dafür ist aber sein Ausblick äußerst positiv. Natürlich gibt es Einschränkungen in der Benutzung und auf Programme wie Photoshop oder Skype muss man bei Chrome OS auch verzichten, trotzdem ist der Operator bisher sehr zufrieden. Das Chromebook Pixel ist nicht nur ein sehr schönes Gerät, für die Einsatzzwecke des Operators ist es bisher auch ideal. Ein großer Pluspunkt ist die Tastatur: Sie hat nicht nur beleuchtete Tasten, sondern ist auch eine der besten Tastaturen, auf denen der Operator bisher getippt hat. Selbst ein MacBook muss sich da geschlagen geben, wenn auch nur knapp.

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Die Tastatur in Nahaufnahme.

Das hochauflösende Display ist ebenfalls ein Genuss: Der Bildschirm des Pixel ist 12,85 Zoll groß und hat eine Auflösung von 2.560 x 1.700 Pixel. Anders als andere Notebooks ist das Seitenverhältnis nicht im Breitbild, sondern mit 3:2 ist das Display nahezu quadratisch. Für ein Notebook mit Fokus auf Surfen im Internet und Textverarbeitung ist das aber ideal, da so viel mehr vertikaler Platz zur Verfügung steht. Obendrauf ist das Display auch gleichzeitig noch ein Touchscreen. Das ist für den Operator jedoch nichts weiter als eine nette Spielerei, die er bisher noch so gut wie gar nicht benutzt hat.

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Ziemlich cooles Gimmick: Die „Lightbar“ auf der Display-Rückseite leuchtet blau im Betrieb.

Doch natürlich gibt es nicht nur Positives zu berichten: Die Akkulaufzeit gibt Google mit 5 Stunden an, was gerade mal unterer Durchschnitt ist. Zum Vergleich: Das Chromebook C720 von Acer hat eine Laufzeit von  bis zu 8,5 Stunden. Die verbaute Hardware ist bei diesem Exemplar aber im Vergleich zum Pixel auch deutlich schlechter. Aber auch ein MacBook Air von Apple kommt laut Herstellerangaben auf bis zu 12 Stunden. Worauf der Operator hinauswill: Wer für längere Zeit mit dem Chromebook Pixel unterwegs ist, sollte auf jeden Fall auch das Netzteil mitnehmen, denn sonst könnte es schon mal schnell knapp werden. Durch das Verringern der Bildschirmhelligkeit und das Ausschalten der Tastenbeleuchtung ließe sich aber auch noch ein Quäntchen mehr an Akkulaufzeit herauskitzeln.

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Der App-Launcher von Chrome OS, quasi das Startmenü.

Fazit

Das Chromebook Pixel wurde vor über einem Jahr vorgestellt, ist aber immer noch das beste seiner Klasse. Das hat jedoch auch seinen Preis: Google verlangt für das Modell ohne LTE stolze 1.299 US-Dollar. Für den Preis kriegt man schon MacBooks und Ultrabooks mit einem vollwertigen Betriebssystem, auf dem auch Programme wie Photoshop problemlos laufen. Für ein reines „Surf-Notebook“ ist das eindeutig zu viel und in Deutschland ist es ohnehin nicht erhältlich. Doch da der Operator für sein Exemplar deutlich weniger bezahlt hat, ist er froh, es in seinem Besitz zu haben und möchte es inzwischen nicht mehr missen, obwohl er es erst seit einer Woche hat.

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