Albträume

Seit Wochen plagen mich schon Albträume. Sie schneiden sich in meine Gedankengänge wie ein scharfes Messer durch einen mehligen Apfel. Obwohl sich die Träume fast immer unterscheiden, bleibt das Thema doch gleich: Einsamkeit und der Kampf gegen die immer größer werdende Dunkelheit, sowohl in mir selbst, als auch meiner Umwelt.

Oft befinde ich mich in einer ausweglosen Situation, die im Verlaufe des Traums auch nicht besser wird. Was soll das alles und warum bin ich überhaupt hier? Die Träume mögen mir darauf keine Antwort geben, ebenso wenig der luzide Zustand des Seins. Und so kommt es, dass ich doch den immer gleichen Traum Nacht für Nacht durchlebe. Dass diese Träume nur wenig erholsam sind, muss wohl nicht speziell betont werden. Meistens wache ich durcheinander und neben mir stehend auf, nur um daran erinnert zu werden, was ich zuvor geträumt habe. Selten bleibt es dabei bei einem einzigen Traum: Drei bis vier verschiedene Träume, an die ich mich am nächsten Tag noch sehr genau erinnern kann, sind keine Seltenheit für mich.

Nächtliche Dunkelheit

Und so verinnerliche ich diese Träume und sauge sie auf wie ein Blatt Papier einen dickflüssigen Tintenfleck. Ich habe zwar keine Ahnung, was mein Unterbewusstsein abgesehen von den allgemeinen Ängsten und Sorgen verarbeiten will, aber diese dunklen Träume sind nun mal ein untrennbarer Teil von mir. Und so lebe ich durch meine Träume, und insgeheim freue ich mich sogar auf die nächste Nacht, die mir keine Ruhe bringt. Albträume sind schließlich besser als gar keine Träume.
Und selbst wenn es auch kein Happy End geben wird: Man wird doch wohl noch träumen dürfen…

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