Filme – (500) Days Of Summer

Wäre es nicht schön, wenn der Sommer 500 Tage lang wäre?
Immer schönes Wetter und Sonnenschein!
Doch das nur so am Rande, denn (500) Days Of Summer erzählt gar nicht vom Sommer, sondern davon, wie Tom sich in Summer verliebt.

Jetzt könnte man natürlich direkt auf die Idee kommen, dass es sich hierbei um einen typischen Liebesfilm handelt – die Vermutung liegt ja auch schließlich nahe – aber so ist es nicht, denn Summer liebt Tom nicht. Doch was passiert, wenn man sich in eine Frau verliebt, die nicht das gleiche empfindet, sondern nur auf der Suche nach einer flüchtigen bzw. zwanglosen Bekanntschaft ist?
Genau das beleuchtet der Film und erzählt die Geschichte von Tom und Summer dabei auf seine ganz eigene Art.

This is a story of boy meets girl, but you should know upfront, this is not a love story.

Schon gleich zu Beginn macht der Erzähler unmissverständlich klar, dass (500) Days Of Summer kein Liebesfilm ist. Trotzdem handelt der Film natürlich von Liebe, aber fangen wir besser ganz von vorne an:

Tom arbeitet bei einer Firma, die Sprüche für Grußkarten erstellt und glaubt an die große Liebe. Sein Leben ist solange unwichtig und sinnlos, bis er die eine Person gefunden hat, die sein Leben für immer verändern wird und mit der er gemeinsam den Rest seines Lebens verbringen will.

Während einer Konferenz trifft er Summer, die neue Assistentin seines Chefs, und er weiß sofort: Das ist sie! Das ist die Person, die seinem Leben einen Sinn gibt und die alles verändern kann.
Auf einer Firmenfeier in einer Karaoke-Bar kommen die beiden zum ersten Mal richtig ins Gespräch und es dauert nicht lange, bis sich die beiden wieder treffen, denn offensichtlich hat Summer auch Interesse an Tom. Sie macht aber von vornherein keinen Hehl daraus, dass sie nicht auf der Suche nach einer festen Beziehung ist und Tom willigt ein, obwohl er anders empfindet.

Der Film wird in einer anachronistischen Reihenfolge erzählt: Immer wieder gibt es Sprünge, die verschiedene Zeitpunkte in der Beziehung zwischen Summer und Tom zeigen. Mal sind sie ein glückliches, frisch verliebtes Pärchen, ein anderes Mal wiederum streiten sie sich oder wirken entfremdet.

Als die Beziehung der beiden endgültig endet, fällt Tom in ein großes, tiefes, schwarzes Loch: Sein Leben ist jetzt noch inhaltsleerer und sinnfreier als zuvor und er versucht noch nicht einmal, über Summer hinweg zu kommen, da er weiß bzw. zu glauben weiß, dass das unmöglich ist. Schließlich war sie die Eine für ihn.

Einige Zeit vergeht und irgendwann treffen sich Tom und Summer zufällig in einem Zug wieder, als beide auf dem Weg zur gleichen Hochzeitsfeier sind. Später am Abend lädt Summer ihn zu einer Party bei ihr zu Hause ein und voller Hoffnungen erscheint er dann vor ihrer Tür, nur um wenig später feststellen zu müssen, dass Summer verlobt ist…
Die Nachricht trifft ihn wie ein Schlag und fassungslos verlässt er die Party.
Wenige Tage nach diesem Ereignis kündigt er seinen Job. Es ergibt für ihn keinen Sinn, positive Grußkartentexte zu verfassen, wenn sein Leben selbst leer und sinnlos ist.

Es dauert zwar einige Zeit, aber letztendlich kann sich Tom nach all diesen Ereignissen wieder fassen und geht dem nach, was ihn schon immer begeistert hat (und was er auch studiert hat): Architektur. Von da an geht es wieder bergaufwärts: Tom ist ausgeglichener, weil er etwas hat, worauf er sich konzentrieren kann.

Durch Zufall treffen sich Summer und er noch einmal in einem Park und es kommt zur Aussprache zwischen den beiden. Summer, die selbständige Frau, die nie Lust auf eine feste Bindung hat, ist mittlerweile verheiratet, was sie selbst am meisten überrascht. Tom erkennt in diesem Moment, dass er nicht nur loslassen muss, sondern auch loslassen kann und lässt Summer mit einem sauberen Gewissen und ohne böse Gefühle von dannen ziehen…

 

Der Film macht eines deutlich: Es gibt keine Vorhersehung und auch kein Schicksal. Alles ist durch den Zufall bestimmt: Tom hat Summer zufällig getroffen und von da an nahm die Geschichte ihren Lauf. Später trifft er sie erneut zufällig, muss aber feststellen, dass Summer mittlerweile verlobt ist. Und das nur, weil sie zufällig zur richtigen Zeit am richtigen Ort war und zufällig von einem anderen Mann angesprochen wurde.

Gegen Ende des Films lernt Tom ebenfalls zufällig eine andere Frau kennen, weil beide zufällig zur gleichen Zeit (am gleichen Ort) ein Vorstellungsgespräch haben…

Und genau dieser Aspekt macht (500) Days Of Summer zu einem besonderen Film: Er gaukelt einem nicht vor, dass die große Liebe Schicksal und Vorherbestimmung ist, sondern er zeigt auf, dass gerade durch den Zufallsfaktor ständig etwas passieren kann, auch wenn die meiste Zeit über eben nichts passiert.

 

Trailer

 

httpvh://www.youtube.com/watch?v=PsD0NpFSADM

Eine Antwort auf „Filme – (500) Days Of Summer“

  1. Jaaa, ich mag den Film total!
    Haben 500 days of summer damals in der Sneak gesehen. Richtig guter Film. Mal was besonderes.

    Und: KOMMENTARE! *YEAH*

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