dos6 – Cover-Lieder

Der Operator sprüht es auf jede Wand: Neue Aufzählungen braucht das Land!

Heute beschäftigt er sich mit dem Thema „Cover-Versionen von bekannten und weniger bekannten Liedern“.
Klar, in der Regel sind die Originale natürlich immer besser, aber es gibt auch Ausnahmen, bei denen die Cover-Version entweder ebenbürtig mit dem Original oder sogar besser ist. Der Operator nennt hier (in keiner bestimmten Reihenfolge) seine sechs liebsten Cover-Versionen und schreibt außerdem noch ein paar Worte zu jedem Lied. Exzellent!

  • Rammstein – Stripped: Ganz unter uns: Das Original von Depeche Mode gefällt dem Operator überhaupt nicht: Langweilige Elektromusik und eine einfallslose Melodie. Die harten Gitarren und Till Lindemanns tiefe Stimme verleihen dem Lied den nötigen Respekt, den es eigentlich verdient hätte.
  • HIM – Wicked Game: Ach ja, Chris Isaak, der alte Schnulzen-Barde! Zum Original hat der Operator nie einen Zugang gefunden: Zu aufgesetzt und schnulzig wirkt das ganze Lied. HIM und Sänger Ville Valo sind es hingegen gelungen, aus dem Song ein Lied über unerreichte Liebe und Sehnsucht zu machen. Beim Original verspürt der Operator lediglich den Drang, sich mit Wattestäbchen den Gehörgang zu durchbohren.
  • Michael Andrews feat. Gary Jules – Mad World: Ein herrlich melancholisches und trauriges Cover, das Michael Andrews und Gary Jules da geschaffen haben. Das Original von Tears For Fears hat zwar auch seinen Charme, aber durch den typischen Einsatz von 80er-Jahre-Synthesizern ist es eher zum Tanzen als zur Melancholie geeignet.
  • Guano Apes – Big In Japan: Auch hier handelt es sich um eine Cover-Version eines erfolgreichen Liedes aus den guten, alten 80er-Jahren, zu dem man locker-flockig die Hüfte schwingen und den ein oder anderen Milchshake trinken konnte, während man den Klängen von Alphaville lauschte. Dank den Guano Apes gehören diese Zeiten schon länger der Vergangenheit an und das ist auch gut so! Bier und Pöbelei statt Milchshakes und Hüftschwung!
  • Seether – Careless Whisper: Das Original von Wham! ist ein typischer Song zum Liebe machen: Man muss nur die ersten paar Sekunden hören und man weiß augrund des langsamen und verspielt klingenden Saxophons sofort, woran man ist. Wenn man als Frau von der netten Bar-Bekanntschaft in den 80ern noch auf einen Drink in die Wohnung des Mannes eingeladen wird und dann „zufällig“ eben jener Wham!-Song läuft, ist eines sicher: Heute Nacht wird Liebe gemacht. Nein, kein Sex und auch kein Geschlechtsverkehr, sondern Liebe! Mehr als 20 Jahre später kamen Seether und haben aus dem Song ein langsames Rock-Stück gemacht, das sich zwar nicht dazu verwenden lässt, um Liebe zu machen, aber das dank der rauen und doch sanften Stimme von Shaun Morgan in einem ganz anderen Licht erscheint und eine melancholische Ader verliehen bekommt, die eher zum Nachdenken als zum Liebe machen anregt.
  • Johnny Cash – Hurt: Das Original ist, wir wissen es hoffentlich alle, von Nine Inch Nails und gefällt dem Operator ziemlich gut. Johnny Cash nahm seine Gitarre und das Lied und verwandelte es in eine langsame und traurige Ballade, die dem Hörer abschließend in einem Zustand von Unbehagen zurück lässt. Einfach nur unbeschreiblich, was Herr Cash da geschaffen hat!

Eigentlich gibt es noch viel mehr Cover-Lieder, die eine Erwähnung verdient haben, aber leider ist hier nur Platz für sechs. Vielleicht gibt es aber irgendwann mal einen zweiten Teil, wer weiß…

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