Produkttest – iPod touch (4. Generation)

Gestern stand eine neue Anschaffung im Hause DZGH-ARMY an: Ein neuer iPod touch sollte den mittlerweile etwas betagten iPod touch der 2. Generation aus dem Jahr 2008 ablösen. Die Wahl fiel auf das Modell mit 64 GB Speicher, weil der Operator genügend Platz für seine Musik, Videos und Apps haben wollte.

Im September erst vorgestellt, befindet sich der neue iPod nun im Besitz des Operators. Warum die Neuanschaffung? Der alte iPod touch (2. Generation, 32 GB), war dem Operator nicht mehr genug: Die Speicherkapazität stieß langsam an ihre Grenzen, und auch die Performance war nicht mehr so flüssig, wie er es eigentlich gewohnt war (was auf jeden Fall auch auf das Software-Update auf iOS 4 zu schieben ist). Außerdem wirkte das Display mit seiner Auflösung von 320 x 480 Pixeln einfach nicht mehr zeitgemäß. Da der Operator mit dem iPod touch ansonsten mehr als zufrieden war, musste er nicht lange überlegen, so dass die Wahl auf den iPod touch der aktuellen Generation fiel.

Die kompakte Verpackung vom iPod touch

Inhalt

Beim Auspacken fiel sofort auf, dass dem aktuellen iPod kein Dock-Adapter mehr für das Universal Dock von Apple beiliegt. Diesen Adapter, der in der Herstellung nur wenige Cent kosten dürfte, muss man jetzt im Dreierpack für 9 € kaufen. Absolut unverständlich für den Operator und viele andere auch!
Aber auch sonst fällt der Inhalt ziemlich karg aus: Neben dem iPod touch befindet sich gerade mal eine Kurzanleitung samt obligatorischer Apple-Aufkleber, ein USB-Kabel und die Apple Earphones mit in der Verpackung. Im Vergleich zum Lieferumfang des iPod touch der 2. Generation wurde das Mikrofasertuch für die Display-Reinigung und besagter Dock-Adapter gestrichen. Im Nachhinein war das Fehlen des Dock-Adapters dann aber doch nicht so schlimm, wenn auch weiterhin unverständlich, da der neue iPod touch auch problemlos mit dem alten Adapter in das Dock passt und einen sicheren Sitz hat.

Zum Vergleich: Links die Verpackung vom aktuellen iPod touch, rechts die der 2. Generation

Vorbereiten für die erste Inbetriebnahme

Bevor der Operator mit seinem neuen iPod loslegen konnte, war erst noch der alte iPod gefragt: Von diesem wurde mit iTunes ein Backup erstellt, das dann als Grundlage für den neuen iPod dienen soll, damit der Operator sich die lange Ersteinrichtung sparen konnte.
Nachdem das Backup abgeschlossen war, wurde der neue iPod angestöpselt, und wollte zuerst bei Apple registriert werden. Dies geschieht mittels einer Apple ID und wenigen Mausklicks mühelos. Die Wiederherstellung vom Backup war anschließend noch nicht möglich, da sich die Firmwareversionen unterschieden (neuer iPod: iOS 4.1, alter iPod: iOS 4.2.1). Also den neuen iPod kurz mit iTunes einrichten, dann das Firmwareupdate installieren, dann den iPod auf die Werkseinstellungen zurücksetzen, und dann endlich das Backup wiederherstellen. Praktischer wäre es, wenn man ein Firmwareupdate ohne vorherige Einrichtung hätte vornehmen können. Anschließend musste der iPod „nur noch“ synchronisiert werden, was bei knapp 30 GB an Daten aber schon mal ein Weilchen dauern kann…

Jetzt aber: Die erste Inbetriebnahme

Dann war es endlich so weit: Der Operator konnte seinen neuen iPod vom PC trennen, und endlich damit herumspielen! Direkt fiel auf, dass eine App (Minigore) nicht synchronisiert wurde, weil laut iTunes die Signatur der App ungültig war. Dies stellte aber kein Problem dar, weil der Operator die App einfach über den App Store des iPods erneut gedownloadet hat. Als nächstes fiel auf, dass das WLAN-Passwort eingegeben werden musste, da dies offensichtlich bei der Wiederherstellung ausgelassen wurde (ebenso das Passwort für die Synchronisation der Google-Kontakte und -Kalenderdaten). Dies machte den Operator zwar kurz stutzig, weil das Problem bei einer Wiederherstellung seines alten iPods nie auftrat, war aber auch nicht weiter tragisch, da er die Passwörter ja auswendig kennt.

Unterschiede zum alten iPod touch

Diese Auflösung! Die Rede ist natürlich von dem Retina Display: Der Operator ist durch sein Milestone von Motorola zwar schon an hochauflösende Displays gewöhnt, aber das Display vom neuen iPod touch ist noch mal eine ganze Ecke besser: Die Farben sind satt und kräftig, und die Auflösung (960 x 640 Pixel) ist dank der höheren Pixeldichte noch mal ein gutes Stück schärfer und besser. In Zusammenhang mit den absolut flüssigen Animationen und Effekten, die, im Gegensatz zum iPod touch der 2. Generation, butterweich dargestellt werden, erhält man einen positiven Ersteindruck.
Anders als beim iPhone 4 wurde beim iPod touch der vierten Generation übrigens ein günstigeres und blickwinkelabhängigeres TN-Display verwendet. Großartige Auswirkungen hat dies aber zum Glück nicht.

Der Homescreen vom iPod touch 2G
Der Homescreen vom iPod touch 4G

Im neuen iPod touch kommt eine verbesserte CPU mit einer Taktung von 1 GHz zum Einsatz, und auch der Arbeitsspeicher wurde verdoppelt. Allerdings kommen im neuen iPod touch nur 256 MB RAM zum Einsatz, im Gegensatz zu den 512 MB, die das iPhone 4 bietet. Warum dies der Fall ist, weiß man nicht, vermutlich wollte Apple aber einfach nur Kosten sparen, um mehr Gewinn einzufahren.
In wiefern sich der geringere Arbeitsspeicher auf die Performance, besonders bei aufwändigen Spielen, auswirkt, muss sich erst noch zeigen. Die kostenlose, und grafikintensive App Epic Citadel –  eine Grafikdemo auf Basis der Unreal Engine 3, bei der man frei durch ein mittelalterliches Dorf gehen kann – lief jedenfalls flüssig, lediglich bei der ersten Anfangsszene gab es ein leichtes Ruckeln, welches aber auch auf den Ladevorgang zurückzuführen sein könnte. Gestört hat es jedenfalls nicht.

Epic Citadel: Beeindruckende Grafik dank Unreal Engine 3 und potenter Hardware
Selbst Reflexionen in Echtzeit sind möglich
Für ausreichende Weitsicht ist gesorgt

Weitere Neuerungen: Der neue iPod touch verfügt über ein integriertes Mikro, sowie zwei Kameras (eine vorne, eine hinten), mit der sich Schnappschüsse machen und Videos aufnehmen lassen. Die Frontkamera lässt sich zudem für Videogespräche mittels FaceTime nutzen. Darüber hinaus wurde der integrierte Lautsprecher verbessert: Der Sound klingt nun weniger blechern, aber Musik sollte man trotzdem lieber mit Kopfhörern oder einem anderen Audio-System hören. Für Apps reicht der Lautsprecher aber allemal.

Design & Verarbeitung

Ließ sich der iPod touch der dritten Generation äußerlich nicht von seinem Vorgängermodell unterscheiden, wurde dem neuen iPod touch eine neue Fassade spendiert, welche zwar nicht grundlegend verändert wurde, aber auf jeden Fall eine Verbesserung darstellt: Der neue iPod touch ist 4 Gramm leichter und auch schmaler als sein Vorgängermodell. Die Verarbeitung ist hochwertig, und auch die Haptik ist besser: Durch das neue Aussehen liegt der iPod nun besser und sicherer in der Hand.
Die Rückseite ist wieder flach (wie beim allerersten iPod touch), so dass man den iPod auf den Tisch legen kann, ohne dass er wackelt, aber leider wieder aus poliertem Edelstahl, was geradezu ein Magnet für Kratzer darstellt, selbst dann, wenn man immer pfleglich damit umgeht.
Die Standbytaste, die jetzt nicht mehr oben links, sondern oben rechts platziert ist, lässt sich nun schwerer erreichen, da sie leicht nach hinten versetzt wurde und sich nicht mehr direkt auf der Oberkante befindet. Nach einer gewissen Eingewöhnungsphase sollte dies aber kein großes Problem mehr darstellen.

Genauso kompakt wie die Verpackung!

Software & Apps

Auf alle Funktionen soll hier nicht ins Detail eingegangen werden, da sich hierfür die Produktseite bei Apple besser eignet, aber einige Anmerkungen folgen trotzdem:

Dank der neuen Hardware lassen sich nun Apps nutzen und installieren, die vorher noch ihren Dienst verweigerten (wie z.B. die Ocarina-Flöte, die ohne integriertes Mikrofon vorher nur wenig Sinn auf einem iPod touch ergeben hätte), oder eben jene „Epic Citadel“, die nur auf Hardware der dritten und vierten Generation läuft. Neu ist ebenfalls Multitasking, also die Möglichkeit, mehrere Anwendungen parallel laufen zu lassen, sofern die jeweilige App dieses Feature denn unterstützt. Aufgrund der schlechteren Hardware ist Multitasking mit dem alten iPod des Operators leider nicht möglich.
Ach ja: Für den Homescreen kann man nun ein Wallpaper verwenden, dies ging beim iPod touch der 2. Generation ebenfalls nicht. Man sollte aber darauf achten, ein ruhiges bzw. minimalistisches Wallpaper zu verwenden, da der Homescreen schon bald mit allen möglichen App-Icons zugeklebt sein wird, und man dann sowieso nicht mehr viel vom Hintergrund erkennen kann. Dennoch lässt sich der iPod touch dadurch etwas personalisieren, was bei iOS ansonten, gerade im Vergleich zu Android, nicht der Fall ist. Aber dafür hat Apple auch eindeutig die Nase bei den Multimedia-Fähigkeiten vorn, auch wenn sich viele an den iTunes-Zwang stören, der für den Operator aber noch nie ein Problem darstellte.

Links: Der neue iPod touch, Rechts: Der iPod touch 2G

Fazit:

Ist der Operator froh, sich den neuen iPod gekauft zu haben? Ja!
Bietet der neue iPod einen Mehrwert gegenüber seinen alten iPod touch der 2. Generation? Ja!

Ein Umstieg vom iPod touch der zweiten Generation auf die aktuelle vierte Generation lohnt sich auf jeden Fall. Für Besitzer eines iPod touch der dritten Generation kann ein Umstieg ebenfalls reizvoll sein: Zwar gibt es hier nicht mehr Speicher, und auch der Arbeitsspeicher ist mit 256 MB gleich geblieben, aber der Prozessor dürfte viel schneller sein, und dann hat der neue iPod touch ja auch noch ein hochauflösendes Display, welches der alte iPod touch nicht bieten kann. Weitere Features wie das integrierte Mikro sowie die beiden Kameras runden das Gesamtpaket dann ab.

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