EdM – The Walking Dead

Ich habe so einen Hunger, ich könnte glatt ein ganzes Pferd essen!

Wer die Pilotfolge von The Walking Dead, der neuen AMC-Serie, gesehen hat, wird wissen, was der Operator mit dieser Redensart meint. Alle anderen können sich schon mal die Hände vor Vorfreude reiben.

Apropos Vorfreude: Schon seit Monaten erwartete der Operator freudig die Ausstrahlung der Pilotfolge; wurde die neue Zombie-Serie doch schon im Vorfeld mit positiven Kritiken überschüttet. Vor einigen Tagen war es dann endlich so weit, und der Operator will euch seine Meinung natürlich nicht vorenthalten:

Officer Rick Grimes wird während eines Einsatzes angeschossen, und landet im Krankenhaus. Als er wieder aufwacht, hat sich die Welt um ihn herum verändert: Das Krankenhaus ist verlassen und heruntergekommen. Und irgendwie liegt auch ein komischer Geruch von Verwesung in der Luft.
Noch immer von seinem langen Schlaf benommen, torkelt Rick durch das Krankenhaus, und hat auch schon bald seine erste Begegnung mit einem Zombie. Als er das Krankenhaus verlässt, sieht die Situation draußen auch nicht viel besser aus: Die komplette Stadt ist leer. Perplex, verwirrt und immer noch benommen macht er sich auf den Weg nach Hause zu seiner Frau und seinem Sohn. Ernüchterung macht sich jedoch schnell breit, als er die Wohnung verlassen vorfindet. Einen kleinen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch: Mehrere Fotoalben, Taschen und Kleidungsstücke fehlen. Fest entschlossen, seine Familie zu finden, macht sich Rick auf den Weg durch die von Zombies belagerte Stadt…

Das ist die grobe Handlung der ersten Folge, die eine Laufzeit von gut 60 Minuten hat. Die visuelle Umsetzung der Comicvorlage ist für eine TV-Serie wirklich mehr als beeindruckend: Die verlassene und heruntergekommene Stadt wird kilometerweit sehr detailliert gezeigt. Ein Umstand, den man von einer TV-Serie mit einem geringeren Budget so mit Sicherheit nicht erwartet hätte.

Kurze Rückblenden zeigen das Leben von Rick vor der Zombie-Apokalypse, und treiben so die Handlung voran, und erläutern den Charakter genauer. Rick bleibt während der Pilotfolge übrigens die meiste Zeit alleine. Es werden nur sehr wenige Nebencharaktere eingeführt. Dies ist jedoch für die Atmosphäre sehr vorteilhaft, da so das Gefühl der vollständigen Isolation und der Einsamkeit verstärkt wird. Erst gegen Ende der ersten Folge gibt es einige Hinweise darauf, dass es wohl noch mehr Überlebende gibt.
Die wenigen Schauspieler, die man in der ersten Folge zu Gesicht bekommt, überzeugen übrigens auf ganzer Linie. Hier wurden eindeutig die richtigen Leute für die einzelnen Rollen besetzt. Und zum Glück hat man auch auf allzu bekannte Gesichter verzichtet, die ohnehin nur mit ihrer Präsenz vom eigentlichen Geschehen ablenken würden.

Fassen wir zusammen: Die Pilotfolge ist sehr spannend und atmosphärisch umgesetzt worden, und steht aufwändig inszenierten Hollywood-Produktionen in nichts nach. Man erfährt viel über die Charaktere, und kann sich auch ungefähr ausmalen, in welche Richtung die weitere Staffel gehen wird. Die Frage ist nur, ob die weiteren Folgen ebenso aufwändig produziert werden, oder ob man aufgrund des beschränkten Budgets einen Gang zurück fahren wird, was bei der Serie aber auch gut funktionieren würde.

Der Operator ist jedenfalls mehr als gespannt, und ist auch bei der nächsten Folge wieder dabei. Endlich gibt es eine gute Serie über Zombies, der sozialen Randgruppe unserer Gesellschaft!

Trailer:

httpvh://www.youtube.com/watch?v=Ub8FXMPT7oU