EdM – Iron Man 2

I am Iron Man

So endete vor zwei Jahren die erste Verfilmung des blechernen Helden (wenn man die Szene nach den Credits einmal außen vor lässt).
Iron Man 2 spielt, mit Ausnahme der Eröffnungssequenz, 6 Monate nach dem ersten Teil.
Die Welt weiß, dass Tony Stark Iron Man ist und die Regierung will, dass der Iron Man in ihre Hände gelangt.

Doch nicht mit Tony Stark! Der denkt sich schlicht und einfach Nöö! und zieht sein Einzelgänger-Ding weiter durch. Wäre da nicht diese Krankheit, die ihn nach und nach schwächt und an seiner Gesundheit zehrt.

Wir erinnern uns…

Während einer Waffenpräsentation mitten in Afghanistan wird der Playboy, Milliardär & Waffenproduzent Tony Stark plötzlich von Terroristen entführt, die von ihm verlangen, dass er seine tödlichste Waffe, die Jericho, für sie nachbaut.
Tony Stark, der während des Angriffs verletzt wurde, und seitdem einen Magneten in seiner Brust implantiert hat, der die Waffensplitter davon abhält sein Herz zu durchbohren, denkt natürlich nicht daran, sich den Terroristen zu ergeben und baut einen metallischen Kampfanzug, um aus dem terroristischen Lager zu entfliehen: Die Geburtsstunde von Iron Man!

Zurück in der Gegenwart:

Tony Starks in der Brust implantierte Reaktor, der ihn zugleich am Leben erhält, und den Iron Man mit genügend Saft versorgt, vergiftet seinen Körper nach und nach, und ihm bleibt nicht mehr viel Zeit. Doch damit nicht genug, er muss sich auch noch mit einem russischen Irren, seiner neuen Assistentin, der Regierung, einem konkurrierenden Waffenhersteller, seiner Vergangenheit, und seinem eigenen Ego herumschlagen. Und nebenbei ist er auf der Suche nach einer neuen und verträglichen Energiequelle für sich und seinen Anzug.
Der Operator will nicht zu viel von der Handlung vorwegnehmen, deshalb hält er sich bewusst kurz, was die eigentliche Handlung angeht. Nur so viel sei verraten: Es wird ernster im Hause Iron Man. Zwar nicht düster-ernst wie bei The Dark Knight, aber der zweite Teil legt eindeutig mehr Gewicht auf die Charaktere, allen voran natürlich Tony Stark, der deutlich damit zu kämpfen hat, sich an die neuen Umstände zu gewöhnen. Gerade die Ignoranz vor seiner eigenen Sterblich- und Menschlichkeit macht einen großen Teil des Films aus. Aber trotz allem kommt der gewohnte Humor aus dem ersten Teil nicht zu kurz, so dass der Film eine ausgewogene Mischung aus Spaß & Ernst geworden ist.

Besonders gut hat dem Operator gefallen, dass die Rolle von Happy Hogan, Tony Starks Fahrer und Bodyguard, dargestellt von Regisseur Jon Favreau, im zweiten Teil ausgebaut wurde. Er hat nun deutlich mehr Screen-Time als im ersten Teil und sorgt für die nötige Auflockerung.

Viele Kinobesucher und Fans haben sich beschwert, dass die Action in Iron Man 2 zugunsten des Charakterausbaus zu kurz kommt. Diese Meinung vertritt der Operator ganz und gar nicht: Zwar sieht man Tony Stark eindeutig seltener im Iron Man-Anzug, doch dafür sind die Action-Szenen umso aufwändiger gestaltet. Einzig der finale Endkampf hätte etwas größer ausfallen können. Da war der Boss-Fight gegen Iron Monger im ersten Teil eindeutig spektakulärer und dramatischer. Zum Ausgleich gibt es dafür aber eine coole Kollaboration mit War Machine, in dessen metallischer Haut Tonys bester Freund James Rhodes steckt. Dieser wird im zweiten Teil übrigens nicht von Terrence Howard, sondern von Don Cheadle dargestellt. Sehr schade eigentlich! Über die genauen Gründe schweigt man sich natürlich aus, aber es kursieren Gerüchte, dass Terrence Howard eine zu hohe Gage verlangt hat.

Was fürs Auge

Nicht nur die Effekte sind ein wahrer Augenschmaus, auch die weiblichen Rollen gefallen: Gwyneth Paltrow ist, wie auch schon bei Teil 1, Tony Starks Assistentin Pepper Potts. Seine neue Assistentin wird von Scarlett Johansson dargestellt, und weiß in ihrer Rolle nicht nur optisch zu überzeugen, ist sie doch in doppelter Mission unterwegs und auch als Black Widow zu sehen. Und es gibt sogar ein Wiedersehen mit Leslie Bibb, der hartnäckigen Reporterin, die schlussendlich doch Tony Starks Charme im ersten Teil erlag.

Wer mehr auf Männer steht, muss natürlich auch keine Angst haben: Neben Robert Downey Jr. ist auch Samuel L. Jackson mit von der Partie. Und auch Sam Rockwell kann in seiner Rolle als schmierig-charismatisch-egoistischer Konkurrent Justin Hammer brillieren.

… Und für die Ohren!

Für den Soundtrack konnten AC/DC verpflichtet werden, die mit „Shoot To Thrill“ einen prominenten Song für den Film beigesteuert haben. Und auch sonst fällt der Sound in Iron Man 2 gewohnt hardrockig aus. Doch auch der Score, eine Mischung aus Orchestermusik und elektronischen Sounds, leistet seinen Beitrag zur Atmosphäre.
Und natürlich sind auch die Soundeffekte gut abgemischt. Wenn Iron Man in Nahaufnahme durch die Lüfte fliegt, dann wackeln die Sitze im Kino. So gehört sich das!

Des Operators Meinung:

Ihr könnt es euch zwar schon denken, aber sicher ist sicher: Anschauen! Wenn ihr Teil 1 noch nicht gesehen habt: Schämen und nachholen! Und danach den zweiten Teil im Kino sehen. In genau dieser Reihenfolge.

Wo bleibt jetzt Iron Man 3? :-D

Iron Man 2-Trailer:

httpvh://www.youtube.com/watch?v=5cupDcMSpdk

Interessante Links:

Iron Man 2 in der IMDb

Twitter-Account von Jon Favreau

Why Iron Man is the first 21st century Superhero

Noch mehr Trailer und Filmclip

Offizielle Webseite